DFB-Pokal

Freiburg lässt Düsseldorf im Pokal keine Chance

Drittliga-Neuling Fortuna Düsseldorf hält im DFB-Pokal trotz Saisonfrust und Zwei-Klassen-Unterschied lange gut gegen den SC Freiburg mit. Am Ende setzt sich der Bundesligist aber deutlich durch.

Der SC Freiburg hat seine Pflichtaufgabe im DFB-Pokal souverän gelöst. Der Bundesligist gewann in der ersten Hauptrunde beim Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mit 5:1 (1:0). Vor 27.616 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena trafen Lucas Höler (18. Minute), Igor Matanovic (71./90.+4), Lukas Kübler (74.) und Jordy Makengo (80.) für den Sport-Club. Fabian Schleusener erzielte den Treffer der Fortuna (76.). 

Nach einem katastrophalen Saisonstart mit zwei herben Niederlagen starteten die Hausherren mutig. Lautstark angefeuert von der Heimkulisse setzte Tim Oberdorf den ersten Abschluss der Partie per Volley jedoch einige Meter über das Tor (8.). Auf der Gegenseite lenkte Fortuna-Keeper Louis Lord, der anstelle des in der Liga zuletzt eingesetzten Lasse Rieß zwischen den Pfosten stand, einen Kopfball von Matthias Ginter gerade noch über die Latte (11.). 

Werdener Papa Höler trifft zum 1:0

Sechs Minuten später war der Pokalkeeper dann aber machtlos: Nach einer Flanke des viel zu frei agierenden Patrick Osterhage schob Höler aus kurzer Distanz zur Freiburger Führung ein. Der Torschütze hatte beim 3:1 im Hinspiel der Conference-League-Qualifikation beim FC Motherwell am Donnerstagabend noch wegen der bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes und des Risikos der Reise nach Schottland gefehlt.

Das 2:0 durch Yuito Suzuki verhinderte Lord mit einer starken Fußabwehr (28.) und hielt sein Team auch danach mit einigen guten Paraden im Spiel. Für ein Pfeifkonzert sorgte eine Szene im Freiburger Strafraum: Philipp Lienhart passte unter Druck zu Keeper Mio Backhaus, der den Ball mit der Hand aufnahm (37.). Der Schiedsrichter ließ zu Unrecht weiterspielen. Die Partie verflachte derweil, weil Freiburg Tempo herausnahm und Fortuna offensiv zu harmlos blieb. 

Fortuna kämpft, doch Freiburg zieht davon

Auch nach der Pause blieb Fortuna aktiv. Die besseren Chancen hatte aber zunächst Freiburg. Grifo schoss aus leichter Rücklage über die Latte (49.), Lord verhinderte nach einem zu kurzen Abschlag Hölers Doppelpack (52.). Trotz vieler Baustellen nach dem radikalen Kaderumbau gab sich der Drittligist aber nicht geschlagen und kam dem Ausgleich näher: Heintz setzte den Ball bei seinem Pflichtspieldebüt über den Kasten (65.), Andreas Müller daneben (66.).

Doch mitten in Fortunas stärkster Phase sorgte das Team von Julian Schuster mit zwei Treffern binnen vier Minuten für klare Verhältnisse. Düsseldorfs Anschlusstreffer durch den gebürtigen Freiburger und ehemaligen Sport-Club-Spieler Schleusener ließ die Arena zwar noch einmal hoffen. Doch das 4:1 zehn Minuten vor dem Ende besiegelte schließlich endgültig das Pokal-Aus der Mannschaft von Alexander Ende.