Tübingen / lsw Forscher sehen mehr Unglücke wie an der Jagst kommen.

Ein Düngemittel-Unglück wie vor vier Jahren an der Jagst kann jederzeit auch ohne einen Unfall passieren. Wissenschaftler haben in Experimenten ermittelt, dass schlagartig große Nährstoffmengen in Gewässern auftreten können, heißt es in einer Mitteilung der Uni Tübingen.

Nach einem Mühlenbrand im Sommer 2015 war eine Mischung aus Mineraldüngern und Löschwasser in die Jagst geflossen. Die daraus resultierende massenhafte Vermehrung von Algen hatte ein massives Fischsterben verursacht. Forscher unter anderem der Universität Tübingen kamen in Experimenten zu dem Ergebnis, dass solche plötzlich auftretenden Schadstoffbelastungen von Gewässern auch von Starkregen ausgelöst werden könne, der mit Gülle getränkte Böden in kürzester Zeit auswasche. dpa