Er soll zwei Mitarbeitern einen Umschlag mit Papierschnipseln untergejubelt haben – und mit einer Million Euro verschwunden sein: Weil er eine Straßenbaufirma um viel Geld gebracht haben soll, muss sich ein 63-Jähriger vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann besonders schweren Diebstahl vor. Am 18. März 2016 soll sich der Mann in einer Stuttgarter Bank als pensionierter Banker ausgegeben haben. Ein mutmaßlicher Mittäter hatte sich bei der Firma zuvor als Geschäftsmann im Verkehrsbereich vorgestellt und den 63-Jährigen als vermeintlichen unabhängigen Geldprüfer beauftragt. Bei dem bevorstehenden Geschäft der Straßenbaufirma ging es um einen hohen Millionenbetrag, eine Million Euro waren als Provision für den mutmaßlichen Mittäter gedacht. Laut Anklage traf sich der 63-Jährige mit zwei Mitarbeitern der Firma, um die Provision zu überprüfen. Er habe nachsehen wollen, ob das Geld in einen größeren Umschlag passt, dann tauschte er den Umschlag aus. dpa