Stuttgart / lsw Zahlen steigen, Hilfsangebote stagnieren, rügt die Partei.

Die Gewalt von Partnern oder Ex-Partnern gegen Frauen wächst – doch die Landesregierung hinkt aus Sicht der Landtags-FDP beim Hilfsangebot hoffnungslos hinterher. Seit 2011 habe häusliche Gewalt um rund 20 Prozent zugenommen, aber die Kapazität in den Frauen- und Kinderschutzhäusern habe sich seitdem nicht verändert, monierte Nico Weinmann, Vizechef der FDP-Fraktion, die eine entsprechende Anfrage an das Sozialministerium gestellt hatte. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Plätze bei 756 – vor knapp einem Jahrzehnt bei 757. Die derzeit 42 Frauen- und Kinderschutzhäuser werden von den Kommunen, vom Land auf freiwilliger Basis und durch Spenden und Bußgelder finanziert. Weinmann befürchtet, dass die Gewalt wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr weiter wächst. dpa