Kassel/Stuttgart / lsw Baden-Württemberg will rund 50 Menschen aufnehmen. Es handelt sich um kranke Kinder und Angehörige.

Weitere 83 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern sind in Deutschland angekommen. Drei von ihnen werden von Baden-Württemberg aufgenommen.

Ein Flugzeug mit den Flüchtlingen landete am Freitag auf dem Kassel Airport in Hessen. Sie sollen nun auf neun Bundesländer verteilt werden, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte. Die Bundesregierung will insgesamt rund 900 schwer kranke Jungen und Mädchen mit ihren Eltern und Geschwistern aus den Flüchtlingslagern holen. Sie will damit die heillos überfüllten Lager auf den griechischen Ägäis-Inseln, in denen katastrophale Zustände herrschen, ein wenig entlasten. Baden-Württemberg will nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart in den nächsten Wochen insgesamt rund 50 Menschen aufnehmen.

Unter den jetzt Gelandeten sind 17 kranke Kinder und ein Jugendlicher, die von Angehörigen begleitet werden. Die 18 Familien sollen in Deutschland Aufnahme finden und medizinisch versorgt werden, müssen aber dennoch ein „ergebnisoffenes Asylverfahren“ durchlaufen. Die meisten von ihnen (54 Menschen) kommen aus Afghanistan, je 8 aus dem Irak und den palästinensischen Gebieten, 7 aus Syrien und 6 aus Somalia. Sie müssen nach ihrer Ankunft nicht in Corona-Quarantäne, da Griechenland nicht als Risikogebiet gilt und sie schon vor Abflug auf das Virus getestet wurden. dpa