Freiburg / lsw Fälle sexuellen Missbrauchs werden zu wenig aufgearbeitet.

Die Erzdiözese Freiburg hat einen Geistlichen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs beurlaubt. Gleichzeitig habe sie bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet und werde ein kirchenrechtliches Verfahren einleiten, teilte die Erzdiözese am Freitag mit. Es geht um einen Fall aus den 90er Jahren. Für die Dauer der Verfahren wurde dem beschuldigten Geistlichen die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt.

Im vergangenen Jahr hatte der Freiburger Erzbischof Burger davor gewarnt, bei der Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche nachzulassen. Die Bilanz gebe keinen Grund zur Entwarnung, hatte er betont: „Der ungeschönte Blick zeigt, wie umfassend das Versagen der Kirche war.“ dpa