Stuttgart / lsw Land geht gegen „Reichsbürger“ vor. Diese erkennen den Staat nicht an und sind teilweise gewaltbereit.

Die Entwaffnung von so genannten Reichsbürgern im Land kommt voran. Die Behörden in Baden-Württemberg haben Anhängern dieser Szene seit Anfang 2017 insgesamt 346 Waffen weggenommen. Das teilte das Innenministerium mit. Zwischen dem 1. Februar 2019 und dem 31. Januar 2020 waren es demnach 14 Waffen, die konfisziert wurden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte die Waffenbehörden im Januar 2017 angewiesen, an Reichsbürger keine waffenrechtlichen Erlaubnisse mehr auszustellen und schon erteilte Ge­nehmigungen soweit möglich zu widerrufen. Die Bewegung der Reichsbürger wird bundesweit vom Verfassungsschutz beo­bachtet und ist teilweise gewaltbereit.

Mit neuen Stellen und durch den Aufbau einer eigenständigen Abteilung zu Rechtsextremismus und Reichsbürgern im Landesamt für Verfassungsschutz wolle man die Szene noch besser im Blick behalten, sagte Strobl. Aktuell werden dem Milieu 3200 Personen zugerechnet.  dpa