Stuttgart / pm/cat Das Land Baden-Württemberg lockert die Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- und Wohneime. Unter diesen Bedingungen sind Besuche ab Montag, 18. Mai, wieder erlaubt:

Am späten Donnerstagabend hat das baden-württembergische Sozialministerium eine neue Verordnung herausgegen, die ab Montag, 18. Mai, gilt. Sie umfasst unter anderem Besuche in Krankenhäusern, ambulanten medizinischen Einrichtungen, Pflegeheimen, Wohnheimen der Obdachlosenhilfe oder der Behindertenhilfe sowie Reha-Einrichtungen.

Die Regeln:

Pro Patient ist pro Tag grundsätzlich ein Besuch nur durch eine Person gestattet.

Die Leitung der Einrichtung hat dafür Sorge zu tragen, dass diese Maßgabe eingehalten wird. Sie kann im Einzelfall Ausnahmen, insbesondere für nahestehende Personen, zulassen. Die Leitung einer Einrichtung muss die Regeln für Besuche gut sichtbar in der Einrichtung öffentlich kundtun.

Nicht erlaubt ist der Besuch durch Personen,

  • die in den letzten vier Wochen vor dem Besuch mit SARS-CoV-2 infiziert waren, oder bei denen in diesem Zeitraum ein nicht widerlegter Verdacht einer solchen Infektion bestand, sofern sie nicht nachgewiesenermaßen nicht mehr ansteckend sind
  • die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen, oder
  • die in den letzten 14 Tagen vor dem Besuch Kontakt zu einer Person hatten, die in den letzten vier Wochen vor dem Besuch mit SARS-CoV-2 infiziert war, oder bei der in diesem Zeitraum ein nicht widerlegter Verdacht auf eine solche Infektion bestanden hat,

Vor oder beim Betreten der Einrichtung müssen die Hände desinfiziert werden.

Besucher müssen während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sofern dies nicht aus medizinischen Gründen oder aus sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist (Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind davon ausgenommen).

Besucher müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten. Die Leitung der Einrichtung kann Ausnahmen hiervon zulassen, insbesondere im Rahmen der Sterbebegleitung oder zur Unterstützung von Patienten bei der Nahrungsaufnahme. In diesen Fällen sind weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, beispielsweise das Tragen von Schutzkitteln.

Bezüglich besonders vulnerabler Patientengruppen müssen besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, die von der Leitung der Einrichtung vorgegeben werden. Die Leitung der Einrichtung kann erforderlichenfalls den Besuch untersagen. Diese Untersagung ist zu begründen.

Die Leitung der Einrichtung hat, ausschließlich zum Zweck der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörd, einige Daten zur Besuchsperson und zum Besuchszeitpunkt zu speichern. (hier die Details)

Der Besucher darf die Einrichtung nur besuchen, wenn sie oder er die Daten der Leitung der Einrichtung vollständig und zutreffend zur Verfügung stellt. Diese Daten sind von der Leitung der Einrichtung vier Wochen nach Erhebung zu löschen.

Wer gegen die Regeln verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Die Verordnung in Original-Wortlaut und voller Länge lesen Sie hier auf der Seite des Sozialministeriums.

Ab sofort dürfen Väter ihre Babys im Klinikum wieder besuchen. Für andere Verwandte gilt weiterhin das Besuchsverbot. Die Regeln im Detail: