Berlin/Reutlingen / lsw Mit einem neuen Programm will das Verkehrsministerium die Wasserstofftechnologie voranbringen.

Das Bundesverkehrsministerium fördert die Entwicklung der Wasserstofftechnologie. Dazu sind nun neun „Wasserstoffregionen“ in Deutschland ausgewählt worden, wie das Ministerium bekanntgab. Konkret sind dies: Reutlingen, Kiel und Region, Rügen/Stralsund, Landkreis Schaumburg, Weimar und Weimarer Land, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Neustadt an der Waldnaab sowie Ostallgäu/Fuchstal/Kaufbeuren. Dazu kommt die Lausitz, die auch beim Strukturwandel im Zuge des Kohleausstiegs gefördert wird.

Mit Wasserstoff betriebene Autos gelten als umweltfreundliche Alternative zu Elektroautos mit Akku. Mit der Förderkampagne will das Ministerium dafür eine bundesweite Infrastruktur aufbauen. Im Zentrum der Konzepte soll laut Ministerium die regionale Wasserstoff-Produktion mit Strom aus erneuerbaren Energien stehen.

Reutlingen bekam den Zuschlag für die Fördermaßnahme, weil Industrie und Automobilbranche in der Region stark vertreten sind. Bundesweit haben sich 85 Kommunen und Regionen beworben. Kriterium war neben der Eignung als Vorbildregion auch die Ausgangssituation vor Ort.

Minister Andreas Scheuer (CSU) sagte laut Mitteilung: „Wir wollen lieber heute als morgen klimafreundlich unterwegs sein. Wasserstoff-Mobilität erfüllt genau das: Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern.“ Wichtig sei, dass nun ausreichend Tankstellen bundesweit verfügbar seien. dpa