Angesichts der sich zuspitzenden Krise in der deutschen Autoindustrie fordert der Betriebsrat des Autozulieferers Bosch einen runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik. «Wir können nicht so weitermachen wie bisher», sagte Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Bosch Mobility, dem «Spiegel».
Nötig sei eine Taskforce mit Vertretern der Arbeitgeber aus Automobil- und Zulieferindustrie, der Arbeitnehmer, Gewerkschaft und der Politik, «die erst auseinandergeht, wenn sie Lösungen erarbeitet hat, die die Zukunft der Branche in Deutschland sichern».
Hintergrund sind wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Branche. Am vergangenen Freitag hatten bundesweit Zehntausende Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz gegen eine geplante Verschärfung des Sparkurses des Unternehmens protestiert.
Der Protest bei Mercedes-Benz sollte der Auftakt für weitere bundesweite Aktionen sein. So ist unter anderem am 9. Juli in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein Autokorso von Beschäftigten der Autoindustrie geplant. Weitere Beschäftigtenaktionen sollen laut IG Metall beim Volkswagen-Konzern folgen.
