Stuttgart / lsw Das Angebot an Verbindungen ist von Mitte Juni an im Südwesten wieder so wie vor den Corona-Einschränkungen.

Nach der coronabedingten Ausdünnung des Fahrplans im März fahren die Bahnunternehmen im Land ihr Angebot wieder auf das Normalmaß hoch. Zum Fahrplanwechsel Mitte Juni sollen im Regionalverkehr, von Ausnahmen etwa durch Baustellen abgesehen, wieder 100 Prozent der Verbindungen angeboten werden, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Vertreter der Betreiber Abellio, DB Regio, Go-Ahead und SWEG in Stuttgart ankündigten.

Um einen stabilen Verkehr gewährleisten zu können, war der Fahrplan im März je nach Netz um bis zur Hälfte ausgedünnt, Anfang Mai aber wieder etwas erweitert worden. „Wir haben die letzten zwei Monate im öffentlichen Verkehr gut gemeistert“, sagte Hermann. Die Pünktlichkeit habe durchweg deutlich über 90 Prozent gelegen, die Ausfallquote unter einem Prozent. Allerdings lag auch die Auslastung der Züge anfangs bei unter 20 Prozent. Inzwischen ist auch sie wieder höher geworden, liegt aber noch weit unter den gewohnten Werten.

Für die Probleme, die seit dem vergangenen Sommer im Nahverkehr aufgetreten waren, sollen betroffene Pendler wie angekündigt von Juni an eine finanzielle Entschädigung erhalten. Für die Corona-Zeit werde es zudem eine Entschädigung für Eltern geben, die das Schülerticket ihrer Kinder weiterbezahlt haben, sagte Hermann. dpa