80 Jahre alte Blindgänger

Bahnlinie Augsburg-Ulm wegen Bombenentschärfung gesperrt

Fünf Weltkriegsbomben werden in Neu-Ulm entschärft. Bahnlinie und Bundesstraße sind am Dienstagabend gesperrt.

Wegen der Entschärfung von fünf Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg muss die Bahnlinie zwischen den Großstädten Augsburg und Ulm am Dienstagabend vorübergehend gesperrt werden. Der Bahnverkehr werde dann kurzfristig eingestellt, teilte die Stadt Neu-Ulm mit. Auch die Bundesstraße 10 werde im Bereich des Pfuhler Rieds bei Neu-Ulm in beide Richtungen für die Entschärfungsarbeiten gesperrt.

Die Stadt kündigte an, dass das Sprengkommando München voraussichtlich zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr die fünf Bomben unschädlich machen wird. Danach sollen die Sperrungen wieder aufgehoben werden.

In Neu-Ulm werden immer wieder alte Bomben entdeckt

Nach Angaben der Kommune wurden bei Fliegerbomben-Sondierungen die fünf US-Splitterbomben entdeckt, die jeweils 126 Kilogramm schwer sind. Bereits Mitte Juli wurden in dem Gebiet zwei Weltkriegsbomben entschärft.

Neu-Ulm wurde zusammen mit dem benachbarten Ulm im Zweiten Weltkrieg massiv bombardiert. Im Stadtgebiet werden deswegen immer wieder Blindgänger entdeckt, die seit mittlerweile mehr als 80 Jahren im Boden versteckt sind.

Für die aktuelle Entschärfung wurde um jede Bombe eine Sperrzone von 500 Metern festgelegt, in der sich niemand außer den Sprengexperten aufhalten darf. Davon sind auch einzelne Wohn- und Gewerbegrundstücke betroffen.