Zum Jahresauftakt hat die baden-württembergische Wirtschaft mehr Waren ins Ausland geliefert. Von Januar bis März legten die Exporte nach vorläufigen Zahlen nominal um 4,6 Prozent auf fast 64,2 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Es sei die dritte Zunahme in Folge nach neun vorhergehenden Quartalen mit rückläufiger Entwicklung. Die Einfuhren von ausländischen Waren erhöhten sich im ersten Quartal um 4,0 Prozent auf knapp 56,5 Milliarden Euro.
In die USA waren die Exporte aufgrund des Handelskonflikts 2025 bereits das dritte Jahr in Folge gesunken. Im ersten Quartal 2026 nahmen sie in das wichtigste Land für die heimischen Ausfuhren um 7,2 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro ab. Von Januar bis März rangierte die Schweiz nur noch knapp dahinter auf dem zweiten Platz. Das Ausfuhrgeschäft mit dem Nachbarstaat steigerte sich um über ein Fünftel zum Vorjahresquartalswert auf 7,7 Milliarden Euro. Auf den Plätzen drei und vier landeten Frankreich mit 4,8 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent) und die Niederlande mit 4,2 Milliarden Euro (plus 3,5 Prozent).
Der Rückgang des Exports nach China betrug 22,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Das Minus fiel dabei im Verhältnis zum Exportwert weit höher aus als beim US-amerikanischen Absatzmarkt, was für die Volksrepublik nur noch Platz acht im Ranking bedeutete, wie die Statistiker mitteilten.

