Freiburg / lsw Staatsanwaltschaft bringt 33-Jährigen vor Gericht. Sie wirft ihm die Erschießung eines 24-Jährigen in Freiburg vor.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat einen 33-jährigen Mann wegen Mordes angeklagt. Sie legt ihm zur Last, vor einem halben Jahr einen 24-jährigen Mann mit zwei Kopfschüssen getötet zu haben. Den Ermittlungen zufolge hatte es sich um einen Auftragsmord gehandelt.

Die Tat hatte sich Mitte Juli in einem Gewerbegebiet in Freiburg ereignet. Der Hintergrund waren den Ermittlern zufolge Drogen- und Geldgeschäfte. Dem 33-Jährigen droht bei einer Verurteilung wegen Mordes lebenslange Haft. Mögliche Termine für den Prozess gibt es laut dem Landgericht Freiburg noch nicht.

Der Mann ist im August festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Laut der Staatsanwaltschaft hat er im Auftrag eines 39 Jahre alten Rechtsanwaltes gehandelt. Dieser habe den Mord bei ihm in Auftrag gegeben. Der 33-Jährige habe von dem Anwalt dafür die Tatwaffe und 50 000 Euro erhalten.

Der Rechtsanwalt, der mutmaßliche Drahtzieher des Verbrechens, war knapp drei Wochen nach der Tat festgenommen worden. Er hatte den Ermittlern zufolge für den 24-Jährigen einen größeren Geldbetrag aufbewahrt – Geld, das aus Drogengeschäften gestammt habe.

Den Mord an dem 24-Jährigen habe der Rechtsanwalt aus Geldgier in Auftrag gegeben, teilten die Ermittler mit. Er hat sich im vergangenen ­November im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen. dpa