Stuttgart / jkl Walter Schoefer sieht Vorteile in einer teils unterirdischen Strecke. Dafür brauche es aber verbindliche Regelungen.

Ob die Gäubahn im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart 21 auf einer Strecke von zwölf Kilometern künftig durch einen Tunnel unter den Fildern verläuft, ist noch nicht entschieden. Die Idee trifft aber bereits jetzt auch am Flughafen Stuttgart auf Fürsprecher. Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer sagte am Freitag zu dem Vorschlag. „Das hätte einige Vorteile.“ Neben der kürzeren Fahrzeit, zählt für Schoefer vor allem ein anderes Argument. „Wir hätten dadurch keine Baustelle im Flughafen und damit auch keine Unterbrechung der S-Bahn-Linie.“

Es müsse jedoch abgewogen werden, ob die damit einhergehende Reduzierung der Bahnsteige von fünf auf vier akzeptabel sei, sagte Schoefer. Bislang ist geplant, dass die Züge aus Richtung Horb über das S-Bahn-Gleis in Richtung Flughafen geführt werden. 

Schoefer machte gleichzeitig deutlich, dass er eine solch Planänderung zwischen Stuttgart­-Rohr und dem Stuttgarter Flughafen nur unterstütze, wenn die Planungsabsichten verbindlich und rechtlich abgeklärt seien. „Zudem ist eines klar“, sagte er, „der Flughafen Stuttgart kann keine Kosten übernehmen.“

Julia Kling