Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) unterstützt die Forderung von Gastwirten, in diesem Herbst wegen der Corona-Pandemie Heizstrahler zu erlauben. Sie appellierte an die Kommunen, Heizpilze zumindest für ein Jahr ausnahmsweise für Gastronomen zuzulassen. Zahlreiche Betriebe hätten bereits Konzepte für ökologisch nachhaltige Angebote entwickelt.

Zurückhaltender reagierte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). „Heizpilze sind grundsätzlich schlecht für das Klima“, sagte er. Aber viele Gastronomen könnten darauf angewiesen sein, um ihren Betrieb über die kalten Monate hinweg weiterführen zu können.

Es wäre allerdings trotzdem gut, auch Alternativen wie Außenzelte oder die Nutzung von Biogas zu prüfen, sagte Untersteller. „In jedem Fall sollten Heizpilze die Ausnahme bleiben.“

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hatte auf die wirtschaftliche Misere vieler Gastwirte hingewiesen. Sie seien darauf angewiesen, die Außengastronomie so lange wie möglich fortzusetzen. Dafür sollten auch die vielerorts verbannten Heizstrahler erlaubt werden.

Ob die mit Gas oder Strom betriebenen Heizgeräte auf öffentlichen Flächen betrieben werden dürfen, entscheiden die Städte und Gemeinden. Aus mehreren großen Städten in Baden-Württemberg kommen Signale, die Regelungen zu überprüfen. dpa