Heidenheim / pm Lis Fautsch belegt beim Weltcup in Barcelona als beste HSBlerin den 60. Platz. Dabei stand sie am ersten Wettkampftag knapp zwölf Stunden in der Fechthalle.

Der Weltcup in Barcelona gilt im Damendegen als der Größte im Weltcupzirkus. So war es auch nicht verwunderlich, dass 282 Fechterinnen um die „Trophäe der Stadt Barcelona“ kämpften. Mit Anna Hornischer, Vanessa Riedmüller, Sophia Weitbrecht, Anna Jonas und Lis Fautsch waren auch fünf HSBlerinnen dabei.

Alle fünf starteten auch gut in den Wettkampf, schafften souverän die Vorrunde und zeigten ihre Ambitionen im 256er K. o.: Hornischer gewann gegen Cheryl De Jong aus Holland 15:11, Riedmüller siegte gegen die Tschechin Katerina Doskova 15:13, Jonas gewann deutlich gegen die Kanadierin Sze 15:5 und Fautsch setzte sich gegen die Schweizerin Solari 15:13 durch. Weitbrecht hatte dank einer sehr guten Vorrunde ein Freilos.

Doch im zweiten Gefecht der Direktausscheidung kam für vier Heidenheimerinnen das Aus. Hornischer verlor deutlich gegen die Rumänin Amalia Tataran 6:15 und belegte Rang 157, Jonas (150.) unterlag der Italienerin Guilia Rizzi 7:15, Weitbrecht (113.) der ungarischen Meisterin Eszter Muhari 12:15 und Riedmüller (145.) musste sich äußerst knapp 14:15 gegen die Ukrainerin Ksenia Pantelyeyeva geschlagen geben, die vor zwei Wochen noch Zweite beim Grand Prix in Doha wurde.

Nur Fautsch kommt weiter

Nur Fautsch konnte noch die Chance auf den Einzug in den zweiten Wettkampftag wahren, indem sie gegen die Tschechin Katerina Saligerova 15:12 gewann. Die HSBlerin setzte sich im Anschluss in einem spannenden Gefecht auch gegen die Italienerin Roberta Marzani mit 15:13 durch.

Am zweiten Wettkampftag wurde Fautsch der amtierenden Europameisterin Katherina Lehis, Nummer acht der Welt, zugelost. Nach einer gelben Karte (Passivität) ging das erste Drittel mit 3:3 zu Ende. Im zweiten Drittel konnte Lehis durch zwei gute Konteraktionen mit 5:3 in Führung gehen. Fautsch musste schließlich das Gefecht aktiver gestalten, um nicht mit Rot für Passivität und einem Treffer bestraft zu werden. Lehis nutzte diesen Vorteil für sich aus und gewann das Gefecht souverän mit 15:4. Fautsch belegte letztlich den 60. Platz.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftritt hier. Es war ein sehr harter erster Wettkampftag. Wir begannen die Vorrunde morgens um 9.30 Uhr und das letzte K.-o.-Gefecht fand um 19.30 Uhr statt. Das geht dann schon an die Substanz“, sagte Fautsch. „Ich konnte trotzdem bis zu meinem letzten Gefecht die Konzentration hochhalten. Da haben die 16 Besten der Welt schon einen Vorteil, dass sie direkt für das 64er Feld gesetzt sind und noch etwas frischer sind“, fügte die Luxemburgerin an und ergänzte im Hinblick auf ihre letzte Gegnerin: „Lehis war mir heute einfach überlegen. Ich musste Risiko gehen und sie konnte das eiskalt ausnutzen. Da merkt man, dass dies eine Weltspitzenfechterin ist.“

Fautsch bedauerte, dass keine der U-23-Fechterinnen das 64er Feld erreicht hat. „Ich muss aber sagen, dass die Mädchen Kampfgeist gezeigt haben und sehr diszipliniert gefochten haben“, so die HSBlerin, für die es das dritte Top-64-Resultat bei drei Weltcups in diesem Jahr war.