Heidenheim / Edgar Deibert Die Heidenheimer, die viel für ihre Fitness getan haben, empfangen am Samstag den Spitzenreiter Weil am Rhein.

Es weht ein neuer Wind bei den Wasserballern des SV 04 Heidenheim. Mit Patrick Hoyer übernahm ein bundesligaerfahrener Spieler (einst bei der SGW Leimen/Mannheim) das Traineramt. Der 34-Jährige, den es aus beruflichen Gründen in die Region zog, bringt nicht nur seine Erfahrung aus knapp 200 Spielen in der 1. und 2. Liga mit, sondern auch neue Ideen. Und diese können bisweilen ganz schön weh tun. So arbeiten die Heidenheimer verstärkt im konditionellen Bereich und trainieren zudem die Beine.

Schwimmen - mit beiden Händen nach oben

Dabei haben es diese Übungen wahrlich in sich. Hoyer stehen zwar keine Medizinbälle, die Fußballtrainer Felix Magath einst beim VfL Wolfsburg hoffähig machte, zur Verfügung, allerdings lässt sich der 34-Jährige etwas anderes einfallen. So müssen seine Spieler zum Beispiel auf der Stelle schwimmen und dabei mit dem linken Arm das rechte Ohr berühren – und umgekehrt.

Das Ganze geht natürlich auch gleichzeitig, sodass beide Ellenbogen aus dem Wasser schauen, erklärt Hoyer. Und dies im tiefen Becken. So ein Beintraining kannten die Heidenheimer bislang noch nicht, zumindest nicht in der Intensität, wurde dem Physiker mit Doktortitel zugetragen. „Zu Beginn hat sich der ein oder andere schon am Beckenrand festgehalten“, räumt Hoyer ein. Mittlerweile hielten aber alle durch. Und nein, einen Spitznamen wie einst Magath habe er nicht bekommen. Allerdings verzichten die Spieler auch auf diese spezielle Übung, wenn ihr Trainer mal nicht da ist.

Samstag Heimspiel in der Aquarena

Dabei sollen die neuen Trainingsmethoden den Heidenheimer Wasserballern zugute kommen. So empfangen sie am Samstag, 9. Februar, keinen geringeren als die SSG Weil am Rhein, ihres Zeichens immerhin Spitzenreiter der 1. Verbandsliga (20 Uhr, Aquarena).

Doch auch die Heidenheimer brauchen sich als Tabellenvierter nicht zu verstecken. Auch im Rückblick auf das Hinspiel. Das ging zwar 10:14 verloren, dennoch habe sich sein Team bereits da sehr gut geschlagen, lobt Hoyer. „Am Ende wurden sie nervös“, sagt der Heidenheimer Coach über den Gegner. Daher sieht Hoyer sein Team im Rückspiel zumindest ebenbürtig.

Verzichten müssen die Heidenheimer allerdings auf Frank Neidhart (verhindert). „Das schmerzt, da er ein erfahrener Spieler ist, der Ruhe ins Spiel bringt“, bedauert Hoyer. Zugleich betont er aber auch, dass Heidenheim über eine breite Bank verfüge.