Heidenheim / YASMIN FISCHER Seit Weihnachten hatten die HSB-Mädchen täglich für die große Gala trainiert. Jetzt konnten die Turnerinnen das Publikum mit sportlichen Höchstleistungen und einem bunten Programm in der ausverkauften Karl-Rau-Halle einmal mehr mit Akrobatik, Anmut und Charme begeistern.

Bereits zum vierten Mal zeigten die Turnerinnen des Heidenheimer Sportbundes im Rahmen der großen HSB-Turngala ihr Können. Mit klassischen Elementen des Kunstturnens, gespickt mit akrobatischen Einlagen, Tanz und Show, zogen die Akteure der Gala die Zuschauer in ihren Bann.

Ob quirlig und frech, anmutig und elegant, rasant und actionreich – die HSB-Turngala bot den mehr als 1000 Zuschauern einen Streifzug quer durch die Welt des Kunstturnens. So ließen die Turnerinnen die Zuschauer schon zu Beginn staunen, als sie sich allein mit den Händen an einem von der Decke herabhängen Tau empor hangelten.

Sportliche Höhepunkte

Allerdings sollten nicht nur die Bundesliga-Turnerinnen für sportliche Höhepunkte sorgen: Selbst die Kleinsten wussten mit ihrem Können zu begeistern. Mit weißen Luftballons an den Handgelenken zeigten die Nachwuchsturnerinnen eine herrlich anmutige Choreographie, eine Mischung aus Elementen des Kunstturnens und Tanz.

Rasanter und temporeicher ging es beim Bodenturnen zu. Im Wechsel mit den HSB-Mädchen zeigten die Bundesliga-Turner des TV Wetzgau auf der Bodenmatte Sprünge vom Feinsten, reihten unzählige Salti, Flick-Flacks und Handstützüberschläge aneinander, sodass einem schon vom Zusehen ganz schwindlig wurde.

Schiele und Fink begeistern im Duett

Ein weiteres Glanzlicht des Abends setzte  Jessica Schiele, die im Duett mit Manuel Fink eine Begegnung der besonderen Art inszenierte: Tanzend, schwebend, mit viel Gefühl, Hebefiguren und Anmut zeigten die beiden am Boden eine mitreißende Kür, die die Zuschauer zum Genießen und Träumen einlud.

Musikalisch punkteten die „Drei Tenöre“ vom TV Steinheim beim Publikum. Die können zwar nicht turnen, dafür aber Playback-Singen – und wie. Im schwarzen Frack und viel zu langen Hosen wurden die drei Herren auf einer Holzpalette in den Saal geschoben, bewegten sich in den auf der Palette montierten Skischuhen wie steife Puppen und sangen sich mit dem Titel „Aber dich gibt's nur einmal für mich“ in die Herzen der Zuschauer. Gekrönt wurde der Auftritt der „Drei Tenöre“ mit dem Fliegerlied.

Bassmanns verkünden Abschied

Emotional wurde es dann vor allen Dingen bei der Vorführung der Kunstradfahrer, die mit Elementen aus ihrem aktuellen Wettkampfprogramm aufwarteten und in gewohnter Manier mit Akrobatik der Spitzenklasse beeindruckten. Für Luisa und Benedikt Bassmann sollte dieser Auftritt der letzte auf der großen Bühne sein. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich das Kunstrad-Duo vom Publikum.

Die Breakdance-Gruppe „Battletoys“ aus Plochingen wusste mit lässigen Tanzeinlagen, Drehungen auf dem Kopf und den Händen und rhythmischen Beats zu überzeugen.

Mit der Leistung ihrer Turn-Mädchen zeigte sich Organisatorin und HSB-Trainerin Judith Schneider sehr zufrieden: „Ich fand es wunderschön. Es ging zwar das ein oder andere schief, aber so ist es eben bei einer Live-Vorführung, bei der die Mädchen über zweieinhalb Stunden durchpowern.“