Eine deutliche spielerische Verbesserung sah Ralf Riethmüller in den jüngsten Partien seiner Schützlinge. Beim 30:28-Sieg gegen Wangen am vergangenen Samstag konnten sie endlich auch die Früchte dieser Entwicklung ernten. „Ich bin sehr zufrieden, wir haben es diesmal geschafft, die letzten zwei Minuten zu überbrücken“, freute sich der Trainer des TV Steinheim.

Der Sieg war nach der vorausgegangenen Durststrecke natürlich auch Balsam für die Seele der Spieler. „Man konnte sehen, wie erleichtert alle waren. Da war wieder Freude im Gesicht der Spieler“, beobachtete Riethmüller.

Ob das neu erworbene Selbstvertrauen ausreicht, um am Samstag (20 Uhr) beim souveränen Spitzenreiter TV Weilstetten etwas holen zu können, muss sich allerdings zeigen. Bisher haben die Gastgeber erst einmal verloren (im Heimspiel gegen Verfolger Zizishausen), ansonsten aber meist klar gewonnen.

„Wichtig ist für mich, dass wir unser Niveau halten beziehungsweise noch einen Schritt nach vorn machen. Dann wird man sehen, was in Weilstetten rauskommt. Wir haben diesmal keinen Druck. Mir ist es wichtig, dass wir die Konstanz, die wir zuletzt gezeigt haben, durchhalten“, sagte Riethmüller.

Dem Steinheimer Trainer ist dabei klar, dass seine Schützlinge beim Gastspiel auf der Zollernalb von Anfang an hellwach sein müssen. Das schnelle und druckvolle Spiel der Weilstetter aus der offensiven Abwehr könnte ansonsten dafür sorgen, „dass man rasch unter die Räder kommt.“

Erfreulich ist aus Steinheimer Sicht, dass Neuzugang Leon Weiß in Weilstetten erstmals eingesetzt werden kann. Der 19-jährige Göppinger, der vom Oberligisten TV Plochingen an den Albuch kam und als A-Jugendlicher bei Frisch Auf Göppingen schon Bundesliga-Luft schnupperte, trainiert bereits seit Mitte November in Steinheim.

Riethmüller ist überzeugt, dass der 2,04 Meter große Rückraumspieler auf der halblinken Position die erhoffte Verstärkung ist. „Man darf aber jetzt nicht schon in den ersten Spielen große Wunder von ihm erwarten“, schränkt der Trainer ein. In der Rückrunde, wenn die Mechanismen im Mannschaftsspiel richtig greifen, werde man aber sicher noch viel Freude an Leon Weiß haben.

Verzichten muss Riethmüller in Weilstetten wohl auf die Nißle-Brüder. Thomas laboriert weiter an einer Beckenprellung, Klaus zog sich im letzten Spiel eine Dehnung am Sprunggelenk zu.

Plansoll noch möglich

8 bis 12 Punkte hatte sich Sandro Jooß, Trainer der SG Herbrechtingen/Bolheim, bis zum Vorrundenende zum Ziel gesetzt. Zwei Spieltage vor der Winterpause hat der Aufsteiger das untere Limit dieser Wunschvorstellung erreicht. Aus den restlichen beiden Spielen am Samstag bei Tabellennachbar Bad Saulgau (18 Uhr) und eine Woche später gegen Tabellenführer Weilstetten erhofft sich der Trainer aber wenigstens noch einen Sieg, um dann mit zehn Punkten auf der Habenseite Weihnachten feiern zu können.

Zuletzt beim 25:27 gegen die HSG Langenau/Elchingen mussten die Herbrechtinger mit einer etwas unglücklichen Niederlage die Bibrishalle verlassen. „Ich habe in Langenau ein paar Freunde. Sie haben alle gesagt, ein Unentschieden wäre für uns verdient gewesen“, haderte Jooß mit dem fehlenden Glück und etwas unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen.

Doch der Trainer weiß auch, dass man sich die Niederlage zum größten Teil selbst zuzuschreiben hatte. „Wir haben es nicht geschafft, Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend davonzuziehen als der Gegner eine Schwächephase hatte. Unterm Strich war Langenau sicher auch einen Tick cleverer“, analysierte Jooß.

Beim Mitaufsteiger Bad Saulgau, der zwei Punkte besser da steht, aber auch schon ein Spiel mehr absolviert hat als die SHB, dürfte es wie schon in Landesliga-Zeiten ein enges Spiel geben. „Die Tagesform wird entscheiden“, ist Jooß überzeugt.

Neben den Langzeitverletzten Steffen Zeiher und Andre Möller, die in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen, muss in Bad Saulgau möglicherweise auch Robert Rugaci wieder passen, der nach wie vor an Schulterproblemen laboriert. Auf die Zähne beißen will Michael Kling, der trotz anhaltender Knieprobleme zum Aufgebot zählt.