Alexander Zverev ist auf seiner Titeljagd bei den Australian Open zwar immer noch ohne Satzverlust, hat aber auch weiterhin viel Luft nach oben. Trotz phasenweiser Unkonzentriertheiten geriet der Tennis-Olympiasieger gegen den Qualifikanten Radu Albot allerdings nie in ernsthafte Gefahr und steht zum vierten Mal in Folge unter den besten 16 von Melbourne. Der Hamburger gewann am Freitag sein Drittrundenmatch gegen den Moldauer mit 6:3, 6:4, 6:4, in den wichtigen Momenten zeigte Zverev seine Klasse. „Ich hatte ein bisschen zu kämpfen, ich habe mich nicht perfekt gefühlt“, sagte er. „Aber wer ist schon perfekt. Ich habe gewonnen, darüber bin ich glücklich.“

Im Achtelfinale dürfte er allerdings ganz anders gefordert werden: Dort wartet der an Position 14 gesetzte Jungstar Denis Shapovalov als erster echter Test. In den bislang sechs Duellen mit dem 22-jährigen Kanadier ging Zverev aber viermal als Sieger vom Platz. Nach zwei Nachtschichten in den ersten Runden musste Zverev in Melbourne erstmals nachmittags ran, aber auch bei früherem Arbeitsbeginn war er direkt hellwach.

Souveränes deutsches Doppel

Im Doppel sorgen unterdessen die wiedervereinten Kevin Krawietz und Andreas Mies erneut  für Furore. Die zweimaligen French-Open-Sieger erreichten in Melbourne durch ein 6:4, 6:7 (7:9), 6:4 gegen die US-Amerikaner Austin Krajicek/Sam Querrey erstmals das Achtelfinale.

„Es war ein großartiges Match auf einem richtig hohen Level“, sagte Mies, der sich Anfang des vergangenen Jahres einer Knorpel-OP am Knie hatte unterziehen müssen. Erstmals seit dem zweiten Titelgewinn in Roland Garros 2020 stehen die „KraMies“ in Melbourne zusammen auf der Grand-Slam-Bühne und harmonieren schon wieder bestens. „Die Euphorie ist natürlich da, wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen“, sagte Krawietz. sid