Heiko Herrlich, 48, hatte zwei Schläuche zwischen den Rippen. Einer seiner Lungenflügel, erzählt der Trainer des FC Augsburg, „war praktisch nicht mehr da“. Der zweite Schlauch wurde erst Anfang dieser Woche entfernt. Und doch verspricht Herrlich fürs Bundesliga-Topspiel gegen Tabellenführer RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr/Sky): „Ich kann wieder voll dabei sein.“ Allerdings, fügt er mit einem Schmunzeln an, müsse er auf Anraten der Ärzte „schauen, dass ich nicht zu häufig schreie“. Denn seine Lungenerkrankung (Pneumothorax) wirkt noch nach.

Die erforderliche Operation an der Lunge, „damit sie wieder aufgeht“, liegt keine zwei Wochen zurück (5. Oktober). Herrlich aber spricht darüber mit der Vernunft und Routine dessen, der vor rund 20 Jahren schon einen bösartigen Hirntumor besiegt hat. sid