Erneut also Rostock. Wie schon in den vergangenen Jahren gastiert der VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Hansa. 2018 gewannen die Norddeutschen sensationell mit 2:0. Ein Jahr später setzte sich der VfB knapp 1:0 durch und zog in Runde zwei ein. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) steht das dritte Duell an. Das Los hat es so gewollt. Eine durchaus knifflige Aufgabe für den Bundesliga-Aufsteiger. Auch deshalb, weil die Rostocker von 7500 Fans unterstützt werden. So viele Zuschauer haben die örtlichen Behörden für diese Pokal-Begegnung zugelassen.

Das erste Mal seit dem Lockdown im März spielen dann auch die Stuttgarter wieder einmal vor Zuschauern. Ein ungewohntes Gefühl und definitiv ein Grund zu Freude, meint VfB-Coach Pellegrino Matarazzo, der sein Team gut vorbereitet sieht.

Das Ziel für die Schwaben an diesem Wochenende ist klar und heißt: eine Runde weiterkommen. Der 42-Jährige betont vor dem Rostock-Match: „Ich erwarte ein intensives Spiel. Wir sind der Favorit in diesem Spiel, aber diese Situation kennen wir aus der zweiten Liga. Wir wissen, dass es kein Selbstläufer wird.“

Ein Neuzugang ist gesetzt

Der VfB setzt in der neuen Saison auf die Jugend, also auf vergleichsweise viele junge Akteure. Und vertraut im Großen und Ganzen jenen Spielern, die den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus geschafft haben. Fest ins Team gespielt haben dürfte sich von den Neuzugängen in der Vorbereitung vor allem Waldemar Anton. Der 24-Jährige ist von Hannover 96 an den Neckar gewechselt. Der 25-Jährige soll, flankiert von Marc Oliver Kempf und Pascal Stenzel, die Abwehr zusammenhalten.

Bitter stößt den Stuttgartern der verletzungsbedingte Ausfall von Stürmer Nicolas Gonzales auf (Museklbündelriss), der in der Testspielen einen starken Eindruck hinterlassen hat und wohl gesetzt gewesen wäre. „Ärgerlich“ nennt Matarazzo den Ausfall seines besten Angreifers. Wer für Gonzales ins Team rückt, lässt der Trainer offen. Er sagt bloß: „Wir haben vielen Optionen.“ Und meint damit offenbar die Offensivleute Sasa Kalajdzic, Daniel Didavi, Hamadi Al Ghaddioui und Tanguy Coulibaly.

Matarazzo versucht, sein Team, das in der Vorbereitung enger zusammengewachsen sei und gut gearbeitet habe, stark zu sprechen. Den personellen Engpass thematisiert er deshalb kaum. Dabei plagen den Aufsteiger große Verletzungssorgen. In Nicolas Gonzalez, Erik Thommy, Philipp Förster, Konstantin Mavropanos, Clinton Mola, Maxime Awoudja, Lilian Egloff und Mateo Klimowicz fallen bereits acht Profis aus. Zudem kam der Kroate Borna Sosa mit Knie-Problemen von einer Länderspiel-Reise zurück. Immerhin steht Roberto Massimo wieder zur Verfügung.

Kommentar

Ligastart für VfB und Rostock in einer Woche


Gonzalo Castro ist der neue Kapitän des Bundesliga-Aufsteigers VfB Stuttgart. So hat es Trainer Pellegrino Matarazzo bestimmt.

Für VfB und Rostock beginnen die Ligaspiele in einer Woche. Stuttgart hat zum Auftakt am Samstag, 19. September,15.30 Uhr, den SC Freiburg zu Gast. Drittligist Hansa empfängt den MSV Duisburg.