Die Coronakrise lähmt den einst so florierenden Spielermarkt. Auch Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart bekommt die neuen Gesetzmäßigkeiten zu spüren. Denn in Sachen auslaufender Verträge stockt es. „Es ist keine angenehme Situation“, sagt der VfB-Sportdirektor Sven Mislintat mit Blick auf das Quintett Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Marcin Kaminski, Hamadi Al Ghaddioui und Holger Badstuber, deren Arbeitspapiere nach Saisonende ablaufen. Mislintat muss nicht nur abwägen, ob eine jeweilige Weiterverpflichtung sportlich Sinn ergibt. Er hat mehr denn je auch den finanziellen Aspekt im Sinn. Wie also stehen die jeweiligen Chancen des Quintetts?

Holger Badstuber Für den Ex-Nationalspieler ist die Situation geklärt. Im Sommer ist Schluss, es wird keinen neuen Vertrag geben.

Gonzalo Castro Der erfahrenen Kapitän, 33, hat die besten Chancen des Quintetts auf einen neuen Vertrag. Schließlich soll beim VfB ja auch in der neuen Runde der Teamgeist und die Mischung aus Jung und Alt stimmen.

Daniel Didavi Acht Startelfeinsätze in dieser Spielzeit sprechen nicht gerade für einen Verbleib des gebürtigen Nürtingers beim VfB. Die Hürde von 27 Spielen, nach denen sich sein Vertrag automatisch verlängert hätte, kann der 31-Jährige schon jetzt nicht mehr nehmen. Eine Trennung erscheint möglich.

Marcin Kaminski Der Pole ist bei Trainer Pellegrino Matarazzo komplett außen vor. Die Zeichen stehen klar auf Trennung.

Hamadi Al Ghaddioui War lange verletzt. Weil der 30-Jährige zu den günstigen Spielern im Kader zählt, könnte er noch einen Anschlussvertrag erhalten. stn