Ungewöhnlicher Einsatz für die italienische Polizei beim Formel-1-Rennen in Monza. Etwa 80 Fans des Niederländers Max Verstappen wollten auf dem Campingplatz in der Nähe der ersten Schikane eine Tribüne bauen. Sie hatten einige Tonnen an Material mitgebracht, darunter Gerüste, Rohre und Plattformen. Ob sie zu betrunken waren, um das Bauwerk fertigzustellen oder die Polizeibeamten ihnen zuvor kamen, ist nicht bekannt. Den Abtransport des Materials versuchten einige zu verhindern. Vergeblich.

Die Tifosi hoffen auf eine Ferrari-Party: Charles Leclerc gilt plötzlich als Kandidat für den Sieg beim Heimspiel der Scuderia in Monza (Sonntag, 15 Uhr/Sky). Zwar drehte der Monegasse im Training nur die drittschnellste Runde, hat im Gegensatz zu seinem Teamkollegen und Trainingsbesten Carlos Sainz sowie Verstappen im Red Bull (2.) aber keine Strafversetzung zu erwarten. Neben Verstappen und Sainz müssen auch Lewis Hamilton, Mick Schumacher Sergio Perez, Valtteri Bottas und Yuki Tsunoda wegen Umbauarbeiten an ihren Boliden mit einem Handicap ins Rennen gehen.

Grund zur Panik hat Verstappen nicht. Er hinterließ einen starken Eindruck, zudem ist sein Red Bull in diesem Jahr auf den langen Geraden besonders schnell. Zwei der letzten vier Siege fuhr er von zweistelligen Startplätzen ein. In der WM-Wertung sieht es für Verstappen sowieso bestens aus, nach zuletzt vier Siegen in Serie hat er 109 Punkte Vorsprung auf Leclerc. Damit braucht der 24-Jährige in den letzten sieben Rennen nur vier zweite und einen fünften Platz, um seinen Titel zu verteidigen – vorausgesetzt Leclerc gewinnt jedes Rennen und holt Bonuspunkte.

Mick Schumacher wurde von technischen Problemen an seinem Haas-Antrieb eingebremst und landete am Ende des Feldes. Sebastian Vettel schaffte es im Aston Martin lediglich auf Rang 18. Schumacher musste in der ersten Session auch noch für Antonio Giovinazzi Platz machen und konnte so wenig Erfahrungen auf der Strecke sammeln. sid