Der Sport geht beim 65 Milliarden Euro schweren Entlastungspaket der Bundesregierung leer aus – der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) reagierte entsprechend enttäuscht. „Es kann nicht sein, dass die Politik die Fehler der Coronapandemie wiederholt und die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft so geringschätzt“, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester: „Unsere Sportvereine brauchen eine spürbare finanzielle Entlastung.“

Der organisierte Sport könne mit seinen 90 000 Vereinen und den 27 Millionen Mitgliedern eine ungeheure Kraft entwickeln, auch beim Thema Energiesparen. Aber auch diese Kraft sei endlich. Vor allem, wenn Schwimmbäder und Sportstätten geschlossen werden. Daher will der DOSB mit einem konkreten Stufenplan vorangehen, dafür fordert er als Gegenleistung Mitspracherecht „bei allen notwendigen Entscheidungen“.

Die Vereine sollen mindestens 20 Prozent Energie einsparen, denn die Folgen eines weiteren Lockdowns wären laut DOSB dramatisch. „Sport und Bewegung tragen entscheidend zum physischen und psychischen Wohlbefinden bei, Sport sorgt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Weikert. Der könnte in Gefahr geraten.

Nach mehr als zwei Jahren Coronapandemie seien „die Reserven aufgebraucht, viele Vereine werden die explodierenden Energiekosten kaum stemmen können“, warnte Burmester. Dazu geraten auch die privaten Fitnessstudios in Bedrängnis. „Wir spüren neue existenzielle Nöte“, sagte Theodor Stemper, Vorsitzender des Bundesverbandes Gesundheitsstudios. dpa