Beim Ex-Stuttgarter Timo Baumgartl, Abwehrspieler des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, ist Hodenkrebs diagnostiziert und ein Tumor erfolgreich entfernt worden. „Glücklicherweise gehe ich seit einigen Jahren zur Vorsorge. Ich bin sehr dankbar für die schnelle, klare Diagnose und für die gut verlaufene Operation“, sagte der 26-jährige, gebürtige Böblinger. Der Tumor ist demnach wenige Tage nach der Untersuchung operativ entfernt worden.

„Ich möchte mich von ganzem Herzen für die unglaubliche Unterstützung seitens der Berliner Charité, der Mannschaftsärzte und des Vereins bedanken. Das werde ich nie vergessen. Mein Fokus gilt jetzt der schnellstmöglichen Genesung“, sagte Baumgartl. In einem Video, das der Verein auf Youtube stellte, äußerte sich der Innenverteidiger ebenfalls: „Alle Prognosen sind positiv, von daher gehe ich auch positiv in die nächsten Wochen.“ Es sei keine einfache Zeit, „aber der Support ist unglaublich“.

Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball bei Union, sagte: „Wir werden Timo auf seinem Weg bestmöglich unterstützen. Unser ausgezeichnetes Netzwerk von absoluten Spitzenmedizinern steht ihm dafür auch weiterhin zur Verfügung.“ Wann er wieder auf dem Platz stehen könne, sei noch unklar, sagte Baumgartl. Zunächst werde er eine Empfehlung für seine weitere Therapie bekommen. Der Krebs sei glücklicherweise in einem frühen Stadium entdeckt worden.

Viele Genesungswünsche

Baumgartl wird für das letzte Saisonspiel der Köpenicker am Samstag gegen den VfL Bochum (15.30 Uhr/Sky) ausfallen. Der Verteidiger ist noch bis zum Saisonende vom PSV Eindhoven an die Eisernen ausgeliehen, die aber eine Kaufoption haben sollen. Der VfB Stuttgart, bei dem Baumgartl lange spielte, bis er 2019 wechselte, twittere: „Lieber Timo, die gesamte #VfB-Familie wünscht Dir gute Besserung und viel Kraft.“ Auch Hertha BSC schrieb in dem Netzwerk an den Verteidiger: „Wir wünschen alles Gute, bleib stark!“ dpa