Berlin / swp Wenig Hoffnung vor der Einzelstrecken-WM.

In zwei Tagen beginnt in Salt Lake City die Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer. Die Chancen auf deutsche Medaillen sind nach einer Saison ohne Podestplätze im Weltcup gering, die Querelen im Verband umso größer. Es geht um die Finanzen und das vakante Präsidentenamt. Die Liste der deutschen Hoffnungsträger ist kurz. Die besten Aussichten dürfte Langstreckenspezialist Patrick Beckert (Erfurt) über 10 000 Meter haben.

Wieder dabei ist natürlich die fast 48-jährige Claudia Pechstein, die auch Werbung für ihren Lebensgefährten Matthias Große betreibt. Der umstrittene Unternehmer will Verbands-Präsident werden. Er wirbt mit neuen Sponsoren und frischem Geld, das der klamme Verband dringend benötigt. Seine Chancen gelten als gut, auch wenn längst nicht jeder überzeugt ist. Athletensprecher Moritz Geisreiter etwa zweifelt an Großes Eignung, und zwar nicht nur weil wegen der Nähe zu Pechstein die Gefahr eines „Interessenkonflikts“ bestehe. sid