Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Simon Schempp muss nach nur zwei Einsätzen im Weltcup wieder zuschauen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag mitteilte, gehört der 32-Jährige aus Uhingen bei Göppingen beim zweiten Teil des Heimweltcups in Oberhof nicht mehr zum Aufgebot. Neben Schempp fehlt auch Lucas Fratzscher am Rennsteig, dafür kehren Johannes Kühn und Roman Rees ins Team zurück.

Schempp war beim ersten Teil der Heimrennen zurückgekehrt, nachdem er zu Saisongeinn im Nachgang seiner langwierigen Rückenprobleme die Weltcup-Qualifikation verpasst hatte. Doch er präsentierte sich läuferisch schwach. Trotz jeweils nur einem Schießfehler kam er in Sprint und Verfolgung lediglich auf die Ränge 58 und 45, sammelte also keinen Weltcuppunkt. Eine Teilnahme bei der WM in Pokljuka/Slowenien (10. bis 21. Februar) scheint nach der erneuten Ausbootung fast ausgeschlossen. Der Kader der Frauen bleibt dagegen unverändert, Schempps Freundin Franziska Preuß und Denise Herrmann führen das Aufgebot an. Die Biathletinnen starten am Donnerstag (14.30 Uhr) mit dem Sprint in ihre Weltcupwoche, die Männer (jeweils ARD und Eurosport) starten zu gleicher Zeit einen Tag früher.

Geldstrafe in Oberhof

Weitere Aufregung gibt es hinter den Kulissen in Oberhof: Ein Mitglied der deutschen Mannschaft hat beim Weltcup gegen die Corona-Richtlinien des Weltverbandes IBU verstoßen. Der Verband belegte den Betroffenen mit einer Geldstrafe, weil er die Schutzmaßnahmen „wiederholt“ nicht befolgt haben soll. Dazu stehe das namentlich nicht benannte Teammitglied bis Saisonende unter besonderer „Beobachtung“, ein weiterer Verstoß führe zum Verlust der Akkreditierung, so die IBU. Zudem wurden zwei weitere Personen im Zuge des Weltcups positiv getestet. Durch die Erkrankungen im griechischen Team und im Bereich des Organisationskomitees erhöht sich die Zahl der Fälle in Oberhof auf 17. sid