sid Starke Schalker schlagen zum Rückrundenauftakt Borussia Mönchengladbach mit 2:0. Die Königsblauen zeigen, dass sie im Titelrennen mitmischen können. Ein Neuzugang trifft. Von Carsten Muth

Das war beeindruckend: Schalke 04 hat am Freitagabend beim Rückrundenauftakt in der Fußball-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Königsblauen gewannen den Westschlager gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach verdient mit 2:0 (0:0) und kletterten damit auf Rang vier. Nationalspieler Suat Serdar (48.) und der in der Winterpause vom FC Augsburg ausgeliehene Angreifer Michael Gregoritsch (58.) trafen für die alles in allem überzeugend auftretenden Gastgeber, die mit dieser Vorstellung unter Beweis stellten, dass mit ihnen in der restlichen Saison zu rechnen ist.

Schalke war in seiner mit etwas mehr als 62 000 Zuschauern restlos ausverkauften Arena bereits im ersten Durchgang die bessere Elf. Das Team von Trainer David Wagner agierte konzentriert, presste früh und gut abgestimmt – und hatte in dem Belgier  Benito Raman den besten Spieler auf dem Platz in seinen Reihen. Der Ex-Düsseldorfer sorgte mit seiner Ballsicherheit, Schnelligkeit und seinen Dribblings für Akzente, ließ vor allem Routinier Oscar Wendt auf der linken Abwehrseite und damit nicht selten den gesamten Defensivverbund der Borussia schlecht ausschauen.

Vor allem aber war der  FC Schalke im Mittelfeld dominant. Omar Mascarell, Allesandro Schöpf, Daniel Caligiuri und  Suat Serdar gaben hier den Takt an, eroberten viele Bälle und beschleunigten das Spiel ihres Teams geschickt. Gladbach kam einfach nicht richtig in die Gänge, hatte es zunächst Keeper Yann Sommer zu verdanken, nicht in Rückstand zu geraten. Der Schweizer machte mehrere erstklassige Einschussmöglichkeiten der Hausherren zunichte.

Nach dem Wechsel glückte Schalke dann die verdiente Führung. Nach einem öffnenden Pass von Gregoritsch traf Serdar überlegt aus 20 Metern Entfernung. Ein super Konter über Serdar, Raman und Gregoritsch führte zehn Minuten später schließlich zum zweiten Treffer.

Und die Borussia? Die Elf vom Niederrhein blieb unter ihren Möglichkeiten. Die Fohlen bemühten sich nach den beiden Gegentoren um den Anschluss – ohne Erfolg. Schalke schirmte seinen Kasten mit etwas Glück und viel Geschick erfolgreich ab und ist nun seit neun Heimspielen ungeschlagen. „Wir sind sehr enttäuscht heute“, sagte Gladbachs Torwart Sommer hinterher im ZDF. Schalkes Torschütze Gregoritsch war glücklich. Er sagte: „Wir wollen den Schwung mitnehmen und oben dranbleiben.“

Schalke baut auf Torhüter Nübel

Schalkes Trainer David Wagner will nach dem Ende der Rotsperre weiter auf Torhüter Alexander Nübel setzen. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Nübel könnte nach dem verkündeten Wechsel zum FC Bayern München am Saisonende nach der Kapitänsbinde auch seinen Stammplatz auf Schalke verlieren. „Irgendwann finde ich es langweilig“, sagte Wagner zu dem Thema. Es sei bereits seit einiger Zeit klar, dass Nübel seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und zu den Bayern wechseln werde. „Vor allem wissen wir, wo er die nächsten sechs Monate spielen wird – bei uns“, sagte Wagner.