Beim letzten Mal litt Alfred Gislason selbst an der Seitenlinie mit. Als sich der SC Magdeburg vor 17 Jahren im Achtelfinale beim großen FC Barcelona aus der Handball-Königsklasse verabschiedete, verantwortete der heutige Bundestrainer das Team. Die Rückkehr des SCM auf die größte internationalen Bühne wird für den deutschen Meister zur Reifeprüfung. Der THW Kiel bringt weitaus mehr Champions-League-Erfahrung mit.

Gislason, der nach seiner Magdeburg-Zeit von 2008 bis 2019 in Kiel eine Ära prägte, traut beiden Bundesligisten Großes zu. „Magdeburg und Kiel haben sehr gute Chancen, weit zu kommen, also bis ins Final Four nach Köln“, sagt der Bundestrainer . Zwar erwartet er einen „extrem harten Weg“ bis in die Endrunde (17. und 18. Juni 2023), aber: „Sie haben die notwendige Qualität.“ Der SCM könne mit seinem Spielstil für Furore sorgen, sagte der 63-Jährige. Die Kieler, Königsklassen-Stammgast und Dritter der vergangenen Saison, sind sogar „einer der Favoriten auf den Titel“.

Meister Magdeburg gastiert am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) bei Dinamo Bukarest. Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt freut sich auf die Champions-League. „Hier spielen die Besten der Besten“, frohlockt er. Die Magdeburger wirken gerüstet, der Ligastart glückte mit drei Siegen. In Gruppe A warten noch das Starensemble von Paris St. Germain und der FC Porto.

Klangvoll sind auch die Namen der Kieler Konkurrenz in Staffel B: Titelverteidiger Barcelona und Finalist Lomza Vive Kielce dürften die ärgsten Rivalen um eines der beiden direkten Viertelfinal-Tickets sein. Los geht es für den makellos in die Liga gestarteten THW am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) gegen Elverum HB (Norwegen). sid