Nach dem ungeimpften Nationalspieler Joshua Kimmich haben sich beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München auch dessen Teamkollegen Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance „in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden“ in Quarantäne begeben müssen. Das teilten die Münchner am Sonntag, zwei Tage vor dem Spiel in der Champions League bei Dynamo Kiew am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN), mit. „Sie hatten Kontakt zu einer Person im unmittelbaren Umfeld der Mannschaft, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist“, hieß es in einer Mitteilung. Kimmich hatte am Freitag die Liga-Niederlage beim FC Augsburg (1:2) als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Infizierten verpasst. Die Nationalspieler Gnabry und Musiala sowie Choupo-Moting und Cuisance gelten ebenfalls als ungeimpft.

„Knallharte Konsequenzen“

Die Corona-Problematik versuchte Julian Nagelsmann nach dem Aussetzer der Münchner Fußballstars in Augsburg noch möglichst kurz abzuhandeln. Als Ausrede für das frustrierende 1:2 war ihm der Ausfall des als Kontaktperson erneut in Quarantäne geschickten Impf-Zauderers Kimmich „zu plump“. Genervt ist Nagelsmann dennoch von den vielen Störgeräuschen nur zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen in Dortmund. Die Borussia rückte bis auf einen Punkt an den Liga-Primus heran.

Die „Bild am Sonntag“ enthüllte nun eine „knallharte Konsequenz“ der Bayern-Bosse. Die als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickten Bayern-Profis sollen für die jeweilige Ausfallzeit auf Teile ihrer üppigen Gehälter verzichten. Der Verein gab zu dem Bericht auf Anfrage keine Stellungnahme ab.

In die Kimmich-Rolle sollte Neuzugang Marcel Sabitzer schlüpfen – und enttäuschte beim 1:2 in Augsburg. „In Sabi steckt viel, viel mehr“, rätselte Trainer Nagelsmann. dpa

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