Heidenheim / dpa Sebastian Griesbeck wechselt zu Union Berlin, Timo Beermann nach Osnabrück.

Nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga stellt sich der 1. FC Heidenheim auf mehrere prominente Abgänge ein. „Es ist klar, dass es eine intensive Transferperiode werden dürfte“, sagte der Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Zweitligisten, Holger Sanwald. „In der vergangenen Saison sind wir Fünfter geworden. Und auf einmal war Glatzel in Cardiff, Skarke in Darmstadt, Dovedan in Nürnberg und Andrich bei Union. Jetzt haben wir uns noch mehr in den Fokus gespielt. Wir sind finanziell zwar nicht gezwungen, Spieler abzugeben. Aber wenn sie weg wollen, können wir sie nicht aufhalten. Wir werden diesen Kader nicht zusammenhalten können.“

Der kampfstarke Mittelfeldspieler Sebastian Griesbeck wechselt blösefrei zu Bundesligist Union Berlin und erhält dort einen Zweijahres-Vertrag, wie der FCH am Mittwochnachmittag bestätigte. Der 29-Jährige war Leistungsträger beim Zweitligisten. Abschied aus Heidenheim nimmt auch Timo Beermann. Der 29-jährige Innenverteidiger wechselt ablösefrei zum Liga-Rivalen VfL Osnabrück, hat bei den Norddeutschen einen Vertrag bis 30. Juni 2023 unterschrieben.

 Auch andere Leistungsträger, wie der 16-fache Torschütze Tim Kleindienst oder  Mittelfeldspieler Niklas Dorsch dürften durch ihre Leistungen Begehrlichkeiten bei einigen Bundesligisten geweckt haben.

Die Spielzeit endete, wie berichtet, nach den beiden Unentschieden in der Relegation gegen Werder Bremen (0:0, 2:2) zwar nicht mit dem Sprung in die erste Liga, war aber dennoch die erfolgreichste der Clubgeschichte.

Direkt den nächsten Anlauf auf die Bundesliga rief Sanwald deshalb aber nicht aus. „Dass so ein Erfolg die Erwartungshaltung schürt, ist doch klar. Wir müssen aber erstmal schauen, welchen Kader und welches Budget wir zur Verfügung haben“, sagte der FCH-Boss: „Es wartet unglaublich viel Arbeit jetzt. Noch kann ich keine Einschätzung abgeben, wo wir stehen, wenn es wieder losgeht.“ dpa/mut