Arnd Peiffer entschuldigte sich nach seinem Patzer und dem enttäuschenden fünften Platz in der Mixed-Staffel. „Das tut mir sehr leid“, sagte der Olympiasieger (33) am Sonntag in Richtung Vanessa Hinz, Denise Herrmann und Benedikt Doll nach seiner Strafrunde beim letzten Schießen. Janina Hettich und Erik Lesser kamen zwar in der Single-Mixed-Staffel als Vierte ins Ziel, aber damit beendeten die deutschen Biathleten erstmals seit 2015 den Heim-Weltcup in Oberhof ohne Podestplatz.

Die Damen schnitten in den Einzelrennen so schwach wie noch nie ab – trotz der Installation des neuen Schießtrainers Engelbert Sklorz. Herrmann musste sich mit den Rängen 15 im Sprint und 32 in der Verfolgung zufriedengeben. Franziska Preuß, eigentlich beste deutsche Schützin, kommt in dieser Saison mit dem Gewehr nicht so gut klar, während sie sich im Laufen verbesserte.

Als Verfolgungs-Zehnter holte nur Peiffer einen Top-Ten-Platz. Seine Aufholjagd im Jagdrennen war die beste Leistung beim durchwachsenen Jahresauftakt. Der Harzer blieb in der Verfolgung viermal fehlerfrei und katapultierte sich um 37 Positionen nach vorne auf Rang zehn. Der Saisoneinstand von Simon Schempp fiel mit den Plätzen 45 und 58 enttäuschend aus.

Derweil dominieren die Norweger: Tiril Eckhoff feierte einen Doppelsieg, die Männer trumpften sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung mit einem Dreifacherfolg auf. Nur in der Mixed-Staffel mussten sie den Russen den Vortritt lassen.

Ab Mittwoch haben Peiffer & Co. beim zweiten Teil in Thüringen Oberhof die Chance auf Wiedergutmachung. dpa