Die drei Fußball-Bundesligisten befinden sich am zweiten Spieltag der Champions League unter Zugzwang. Zwar steht das Duell zwischen Bayern München und dem FC Barcelona am Dienstag im Mittelpunkt, doch auch für Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt (alle 21 Uhr/Prime Video oder DAZN) geht es um viel.

Robert Lewandowski zeigte sich vor seiner „Heimkehr“ in bester Laune. Mit seinen beiden Mädels plantschte er am Sonntag ausgelassen im Mittelmeer. Besondere Anspannung? Keine Spur! Auch bei der Ankunft am Montag im noblen Hilton am Tucherpark stieg der ehemalige Bayern-Torjäger mit einem Lächeln aus dem Bus.

Neun Kilometer entfernt war die Gemütslage eine andere. Er sei „schlecht drauf“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann mit finsterer Miene. Nach herben Dämpfern in der Liga dürfen sich die Bayern keinen Ausrutscher leisten, sonst drohen Team und Nagelsmann unruhige Wochen.

Die sind in Leverkusen längst angebrochen. Die Woche könnte nicht unangenehmer beginnen. Die Werkself muss gegen Atletico Madrid endlich die ersehnte Trendwende einleiten. Sonst wird die Luft für Trainer Gerardo Seoane dünn. „Es ist klar, dass bei diesen Resultaten der Druck auf die Verantwortlichen immer steigt. Da gibt es nichts zu beschönigen“, sagte Seoane.

Ähnlich sieht es für die Eintracht aus. Zuletzt zwei bittere Niederlagen und keine eigenen Tore: Die Auswärts-Premiere der Frankfurter „Euro-Adler“ in der Königsklasse steht unter schwierigen Vorzeichen. „Wenn man die Konstellation in der Gruppe sieht, wäre es gut, wenn wir gewinnen, um es offenzuhalten“, gab Sportvorstand Markus Krösche die klare Marschrichtung für die Reise nach Marseille vor. Ein gefühltes Heimspiel wird es aber nicht. Es gibt für den Gästeblock nur 3300 Tickets – für das Eindecken mit Karten in anderen Bereichen kündigte die Polizei ein striktes Durchgreifen an. sid