Ein russisches Gericht hat die US-Basketballerin Brittney Griner wegen illegalen Drogenbesitzes zu neun Jahren Haft in einem Straflager verurteilt und blieb damit nur um ein Jahr unter der möglichen Höchststrafe. Zudem wurde eine Geldstrafe von einer Million Rubel (16 000 Euro) verhängt, wie russische Agenturen aus dem Gericht der Stadt Chimki am Rand der russischen Hauptstadt meldeten. Die Verteidigung der zweifachen Olympiasiegerin kündigte Berufung an.

Die 31-Jährige saß seit fünfeinhalb Monaten in Untersuchungshaft. Die Athletin hatte nach Feststellung der Justiz bei einer Kontrolle ihres Gepäcks im Flughafen Scheremetjewo im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl bei sich. Es soll sich um 0,5 Gramm gehandelt haben. Dies wurde als illegaler Drogenbesitz und versuchter Schmuggel gewertet. Brittney Griner hatte sich schließlich zu Prozessauftakt schuldig bekannt.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft sogar neun Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte vergeblich auf einen Freispruch für ihre Mandantin. Seit 2015 spielte Griner beim Team UMMC Jekaterinburg im russischen Ural. Mit dem Spitzenklub gewann sie viermal die Euroleague. Sie galt als eine der Besten in der nordamerikanischen Profiliga WNBA. Mit den Phoenix Mercury gewann sie 2014 die Meisterschaft. dpa