Mercedes-Teamchef Toto Wolff rechnet fest mit einer Vertragsverlängerung von Weltmeister Lewis Hamilton über diese Saison hinaus. „Im Moment können wir uns einfach nicht vorstellen, dass wir nicht eine Zeit dranhängen“, sagte der Österreicher nach dem Sieg des WM-Spitzenreiters beim Großen Preis von Portugal. Der Brite hatte zuletzt nach verzögerten Verhandlungen nur einen Einjahresvertrag unterschrieben und damit Spekulationen um ein Karriereende nach dieser Saison genährt. „Es macht ihm unheimlichen Spaß, mir macht es Spaß, dem Team macht es Spaß“, sagte Wolff in Portimão. Hamilton fährt seit Anfang 2013 für das Werksteam, sechs seiner sieben Titel hat er mit Mercedes gewonnen. Durch seinen 97. Grand-Prix-Erfolg in Portugal führt der 36-Jährige nach drei Saisonläufen mit acht Punkten Vorsprung auf Max Verstappen erneut die Gesamtwertung an. Mit seinem achten WM-Triumph würde Hamilton den Rekord von Michael Schumacher übertreffen.

Der Superstar hatte an der Algarve auch selbst von einer Zukunft bei Mercedes gesprochen. „Ich plane, nächstes Jahr hier zu sein“, hatte Hamilton gesagt. Neben dem Generationen-Duell mit Verstappen, das ihn reizt, will er im Kampf gegen Rassismus und für mehr Diversität wohl weiter die Formel-1-Bühne nutzen.

„Ich bin ziemlich spontan“

Endgültig festgelegt aber hat sich Hamilton noch nicht. „Ich bin ziemlich spontan, also kann sich das auch schnell ändern“, sagte er. Ähnliches deutete Wolff an. „Vielleicht überlegt er es sich anders, aber im Moment sind die Segel gesetzt“, sagte der 49-Jährige.

Auch Neuling Mick Schumacher macht seinem Haas-Team bisher viel Freude. Fleißig  arbeitet der 22-Jährige. Erneut brachte er sein Auto ins Ziel, blieb fehlerlos und zeigte noch ein starkes Überholmanöver gegen Williams-Pilot Nicholas Latifi. Platz 17 war eine ordentliche Ausbeute. Doch Michael Schumachers Sohn will mehr. Auch George Russell im zweiten Williams wähnte er in Reichweite, hätte er nur besser überholen können. „Hätte, hätte, Fahrradkette“, sagte Schumacher – und lenkte seinen Ehrgeiz aufs nächste Rennen. dpa/sid