Außenseiter FC St. Pauli geht ohne Angst in das Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20.45 Uhr/ARD und Sky) um Stürmerstar Erling Haaland. „Wir rechnen uns schon ein bisschen was aus, auch wenn wir wissen, dass wir natürlich nicht unbedingt der Favorit sind“, sagte Trainer Timo Schultz, 44, vom Zweitliga-Spitzenreiter. Die Kiezkicker werden „volle Power reingehen und versuchen, Tore zu schießen“. Auf St. Pauli herrsche auch nach drei Spielen ohne Sieg zuletzt „Vorfreude“ auf die Partie gegen den Titelverteidiger, sagte Schultz. Beim BVB seien „Weltmeister dabei, absolute Superstars, Weltklasse-Spieler – die kreuzen am Millerntor ja leider nicht so häufig auf“.

Dennoch werde sein Team „auch gegen den BVB mal hoch pressen und unsere Stärken auf den Platz bringen“, sagte Schultz.

Dortmund muss im Auswärtsspiel auf Emre Can verzichten. „Er hat einen kleinen Muskelfaserriss in den Adduktoren und wird diese Woche komplett ausfallen“, berichtete Trainer Marco Rose. Der belgische Nationalspieler Thomas Meunier hingegen, Doppeltorschütze in der Liga gegen den SC Freiburg (5:1) und nach einem Schlag auf den Fuß ausgewechselt, könne womöglich wieder spielen. „Er hat noch Schmerzen, da schauen wir, ob das funktionieren kann“, sagte Rose. Er blickt voller Vorfreude auf den Pokalabend. „Das Millerntor ist immer speziell, es hat einen unglaublichen Charme“ sagte Rose und erzählte von früher: „Da hat es in der wahnsinnig engen kleinen Kabine unter der Kneipe noch nach Bier gerochen.“

Außerdem spielen an diesem Dienstag Zweitligist Hamburger SV beim 1. FC Köln (18.30 Uhr/Sport 1), HSV-Ligakonkurrent Karlsruher SC bei 1860 München (18.30 Uhr/Sky) und VfL Bochum gegen Mainz 05 (20.45 Uhr/Sky) im Bundesliga-Duell.

KSC bei den „Löwen“

„Das ist ein großartiger Wettbewerb. Was gibt es Schöneres als diese Spiele?“, sagte KSC-Trainer Christian Eichner vor dem Auftritt bei den „Löwen“. „Gerade für einen Verein wie uns, der auch wirtschaftlich davon profitieren kann, wenn er mal die eine oder andere Runde weiterkommt, ist es etwas Besonderes, dass wir überwintern durften. Und jetzt haben wir einen Gegner, und das wird der genauso sehen, bei dem man eine Chance hat, weiterzukommen.“ Es gehe darum, „den Oktober fortzusetzen“ und „unsere Kugel weiter in den Topf zu legen“, sagte Eichner rückblickend auf den überraschenden Sieg in der zweiten Runde bei Bayer Leverkusen. Die Badener sind im Pokal seit der Saison 1995/1996 nicht mehr über das Achtelfinale hinausgekommen.

Mittelfeldspieler Tim Breithaupt, der im Liga-Spiel beim SV Darmstadt (2:2) am Samstag wegen einer Gelbsperre fehlte, steht in München wieder zur Verfügung. „Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Eichner: „In dem Bereich können wir gerade jede Unterstützung brauchen.“ Auch bei Stürmer Philipp Hofmann, den zuletzt eine leichte Erkältung plagte, geht der Trainer davon aus, dass er von Anfang an spielen kann. sid/dpa