Antholz / dpa Denise Herrmann vermasselt mit ihrer Strafrunde eine Mixed-Medaille zum WM-Auftakt.  Nächste Chance im Sprint.

Den verpatzten WM-Start nahm Denise Herrmann auf ihre Kappe. Doch nach der Entschuldigung an die Teamkollegen gab sich die große deutsche Medaillenhoffnung gleich wieder kämpferisch. „Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, wäre die falsche Devise. Man muss dieses Rennen abhaken und nach vorne schauen“, sagte die 31-Jährige, nachdem sie durch ihre Strafrunde den angestrebten Medaillengewinn zum Auftakt der Biathlon-WM im italienischen Antholz in der Mixed-Staffel vermasselt hatte. Nicht mal 24 Stunden hat sie nun Zeit, das Malheur abzuhaken, um im Sprint am Freitag (14.45/ZDF und Eurosport) als Mitfavoritin erneut anzugreifen.

Weil die 31-Jährige 150 Meter extra laufen musste und am Ende insgesamt elf Nachlader zu Buche standen, reichte es für Franziska Preuß, Herrmann, Arnd Peiffer und Benedikt Doll hinter den siegreichen Norwegern, Italien und Tschechien nur zu Platz vier. „Mir tut es natürlich leid. Wenn man es für sich alleine verkackt, muss man selber damit fertig werden. Aber heute zieht man ja die anderen mit rein“, sagte Herrmann, die als einzige im deutschen Quartett in die Strafrunde musste.

Nachdem im Vorjahr Mixed-­Silber zum WM-Auftakt rausgesprungen war, war das klare Ziel auch dieses Mal eine Medaille. Doch auch wenn der Rückstand auf Tschechien nur 18,4 Sekunden betrug, hatte Doll am Ende keine wirkliche Chance auf Bronze. „Die da vorne haben sich keine Fehler erlaubt“, sagte der Schwarzwälder. dpa