Der Franzose Arnaud Demare hat im Massensprint die sechste Etappe des 105. Giro d‘Italia gewonnen. Der 30-Jährige vom Team Groupama-FDJ setzte sich am Mittwoch nach 174 Kilometer bei Gegenwind auf der flachen Zielgeraden in der Hafenstadt Messina durch. Nach seiner Triumphfahrt auf dem Ätna am Vortag rollte Lennard Kämna mit dem Hauptfeld im Schongang ins Ziel. Kämna vom deutschen Rennstall Bora-hansgrohe bleibt damit im Gesamtklassement mit 39 Sekunden hinter dem Spanier Juan Pedro Lopez vom Team Trek-Segafredo auf Rang zwei. Der 25-Jährige aus Wedel, der die Führung in der Bergwertung erfolgreich verteidigte, landete einen Tag nach seinem zweiten Etappenerfolg bei einer großen Landesrundfahrt auf dem 75. Platz. Kämna wird damit sein Blaues Trikot auf jeden Fall noch bis Freitag behalten. Der führende Lopez trägt wie beim Giro üblich das Rosa Trikot.

Bauhaus auf Rang sechs

Bester Deutscher war Phil Bauhaus (Bahrain-Victorious) als Sechster. Eine fünfköpfige Ausreißergruppe setzte sich bereits nach wenigen Kilometern vom Hauptfeld ab, das wiederum selbst das Tempo forcierte und Sprinterkönig Mark Cavendish abhängte. Der 36-jährige Brite vom Team Quick-Step hatte somit nichts mit der Entscheidung in seiner Paradedisziplin zu tun und kam abgeschlagen ins Ziel. Die sechste Etappe führt den Giro-Tross am Donnerstag gen Norden auf das italienische Festland.

Das 192 Kilometer lange Teilstück von Palmi nach Scalea südlich von Neapel bietet nach einem kurzen Anstieg der vierten Kategorie zum Auftakt optimale Bedingungen für die Sprinter. Der Giro endet nach 3410 km am 29. Mai in Verona. sid