Einen Tag nach seinem 15-jährigen Dienstjubiläum hat Trainer Frank Schmidt mit dem 1. FC Heidenheim den Sprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Trotz einer einstündigen Überzahl kamen die Heidenheimer am Sonntag daheim gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus. Mit 16 Punkten liegt der FCH auf dem fünften Rang, der Aufsteiger aus der Pfalz ist mit zwei Zählern weniger Siebter. Jan-Niklas Beste (18.) und Marnon Busch (44.) brachten die Hausherren zwei Mal in Führung, die Terrence Boyd jeweils egalisierte (20./60.). FCK-Torhüter Andreas Luthe sah die Rote Karte wegen einer Notbremse (41.).

 Die Gäste gaben aber auch mit einem Mann weniger auf dem Feld nicht auf und kamen durch Boyd zum erneuten Ausgleich. In der Schlussphase rettete der FCK dank einer couragierten Leistung in der Defensive das vierte Remis nacheinander über die Zeit.

Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth ist der erhoffte Befreiungsschlag gelungen – und das ausgerechnet gegen den bisherigen Tabellenführer. Das Kleeblatt gewann nach zuvor acht sieglosen Spielen gegen den SC Paderborn verdient 2:1 (1:0) und verschaffte sich vor der Länderspielpause etwas Ruhe.

HSV übernimmt die Spitze

Neuer Spitzenreiter ist der Hamburger SV. Das Team von Tim Walter gewann 2:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf. Es war der vierte Sieg nacheinander für die Hamburger. Robert Glatzel (21.) mit seinem sechsten Saisontor und Bakery Jatta (90.) sorgten für die Entscheidung.

Darmstadt 98 (18) bleibt nach dem neunten Spieltag ebenfalls oben dran. Die Lilien kamen zu einem 2:0 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg und sind Dritte. Überschattet wurde die Partie von einer Szene in der 65. Minute, als der Darmstädter Tobias Kempe bei einem Eckball von einem aus dem Nürnberger Fanblock geworfenen Becher am Kopf getroffen wurde. dpa