Unter dem Lärm des Feuerwerks über dem Losail International Circuit zeigte Lewis Hamilton kurz die Siegerfaust, ehe er das Formel-1-Premierenpodium im Emirat Katar bestieg. Mit seinem neuen demonstrativen Regenbogen-Helm setzte der siebenmalige Weltmeister seine Aufholjagd im erbitterten WM-Kampf fort und lieferte am Sonntag eine erneute Machtdemonstration ab. „Ich bin alleine vorneweg gefahren, sowas kann man auch genießen“, sagte Hamilton, der seinen WM-Widersacher Max Verstappen im Red Bull um mehr als acht Sekunden auf den zweiten Platz verwies.

Nach dem zweiten Erfolg nacheinander liegt der 36 Jahre alte Brite bei noch zwei ausstehenden Rennen nur noch acht Punkte hinter Verstappen. Dem zwölf Jahre jüngeren Niederländer gelang beim Großen Preis von Katar am Sonntag dennoch maximale Schadensbegrenzung nach einer Startplatzstrafe. „Am Ende des Tages war es gut“, sagte er und freute sich auch noch über den Extrapunkt.

Alsono sensationell Dritter

Dritter wurde beim 102. Grand-Prix-Sieg nach der 102. Grand-Prix-Pole von Hamilton sensationell der zweifache Weltmeister Fernando Alonso mit 40 Jahren im Alpine. „Ich habe so lange darauf gewartet“, sagte der Spanier. 2014 hatte er es zuletzt aufs Podium geschafft. Sebastian Vettel holte im Aston Martin einen Punkt als Zehnter. Mick Schumacher wurde im Haas 16.

Verstappen holte gegen Hamilton das Beste raus, nachdem die Stimmung in seinem Lager schon mächtig im Keller gewesen war. Zunächst verpasste Sergio Perez im zweiten Wagen die Top Ten in der Qualifikation und fehlte als taktischer Gehilfe. Dann bekam Verstappen knapp zwei Stunden vor dem Rennstart eine Strafe von fünf Positionen nach Missachtung  doppelt geschwenkter Gelber Flaggen in der K.o.-Ausscheidung. Hieß: Startrang sieben statt zwei direkt neben Pole-Hamilton. „Es hätte nicht schlimmer kommen können“, wütete Red Bulls Teamchef Christian Horner. dpa