Der FC Bayern geht das erste Heimspiel des Jahres gegen den 1. FC Köln unbeeindruckt von der Sieben-Tore-Gala des Gegners an. „Das macht eher was mit den Kölnern als mit uns. Sie werden jetzt nicht weniger Selbstvertrauen haben“, sagte Trainer Julian Nagelsmann zur Partie an diesem Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). Köln war mit einem furiosen 7:1 gegen Bremen nach der Winterpause gestartet. „Sie spielen sehr mutig, oft mit offenem Visier. Wir müssen die Emotionalität auf den Platz bringen und uns wehren“, sagte Nagelsmann, dessen Team am Freitag mit 1:1 bei RB Leipzig die Tabellenspitze gefestigt hatte. Vor dem Spiel gegen Köln musste sich Nagelsmann auch zu Nationalspieler Serge Gnabry äußern, der am freien Sonntag zur Modewoche nach Paris gedüst war: „Wichtig ist, dass die richtige Antwort dann immer auf dem Platz liegt.“

Der Coach erwartet gegen den Tabellenelften aus Köln eine bessere Angriffsleistung als gegen Leipzig. Gegen den Pokalsieger sei der Spielaufbau nicht optimal gewesen, dazu habe dem Team der Rhythmus gefehlt, sagte der 35 Jahre alte Trainer.

Hertha: Bobic kämpferisch

Mit einem famosen 6:0 gegen den SC Freiburg hat auch die Mannschaft von Niko Kovac, ehemals Bayern-Trainer, einen Start nach Maß hingelegt: Während der VfL Wolfsburg nach dem Triumph auf Rang sieben mittendrin im Kampf um die Europacup-Plätze ist, muss Gegner Hertha BSC ebenfalls am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) im Berliner Olympiastadion mal wieder bangen. Keine Frage, den Start in das neue Bundesliga-Jahr hatte sich Fredi Bobic ganz anders vorgestellt. Vor wenigen Tagen erst war die Hertha zuversichtlich aus dem Trainingslager im sonnigen Florida abgereist, doch statt des erhofften Aufschwungs gab es mit 1:3 beim VfL Bochum gleich den nächsten Rückschlag. „Es braucht sich keiner Sorgen machen, dass wir strahlend dem Abstieg entgegengehen“, sagte Bobic am Montag nach dem Fehlstart, der Hertha direkt in die Gefahrenzone auf Platz 17 befördert hatte. „Ganz im Gegenteil“, betonte der Sport-Geschäftsführer: „Wir kämpfen um den Klassenerhalt, das wissen wir.“ dpa/sid