Rückschlag am zweiten Spieltag für Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen: Die Häfler mussten sich bei Pokalsieger Frankfurt Volleys mit 1:3 (24:26, 19:25, 28:26, 21:25) geschlagen haben. „Es war ein enttäuschendes Spiel“, sagte VfB-Cheftrainer Mark Lebedew hinterher ernüchtert. Sein Team schaffte es in der Mainmetropole nicht, an die gute Vorstellung vom Saisonauftakt in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena gegen Lüneburg (3:1) anzuknüpfen. Der Sieg der Hessen war deshalb verdient.

Den ersten Satz sicherten sich die Frankfurter vor allem dank ihrer harten und präzisen Aufschläge, bei denen Friedrichshafen ein ums andere Mal alt aussah. Im zweiten Durchgang wollte den Gästen wenig gelingen. Ob Block oder Angriff – nichts funktionierte so wie man es eigentlich gewohnt ist von den Häflern. Der Satz ging mit 25:19 klar an Frankfurt, das damit 2:0 in Front lag.

Immerhin holte sich die Lebedew-Mannschaft den dritten Durchgang und vermied so ein allzu schnelles Ende in dieser Begegnung. Nationalspieler Simon Hirsch spielte nun stark auf, was dem VfB Hoffnung machte. Die Frankfurt Volleys wackelten, fingen sich aber wieder und sicherten sich anschließend den vierten Satz und damit das Spiel. „Wir haben niemals richtig gegen die Aggressivität der Frankfurter gegengehalten“, sagte Lebedew. „Frankfurt war immer einen Tick schneller. Wir waren in den entscheidenden Momenten zu vorsichtig. Das reicht dann nicht, um ein Spiel in der Bundesliga zu gewinnen.“

Bis zur nächsten Begegnung muss sich der VfB deutlich steigern. Denn am kommenden Samstag (19 Uhr) empfangen die Häfler in Neu-Ulm, wo sie, wie berichtet, in dieser Saison ihre Heimspiele austragen, den deutschen Meister Berlin Volleys zum Top-Spiel. Die Berliner sind nach zwei Spieltagen Spitzenreiter, Friedrichshafen ist Fünfter.

Berlin tat sich im Heimspiel gegen Herrsching überraschend schwer. Der Meister musste sich strecken, um gegen die Bayern einen 3:2-Sieg unter Dach und Fach zu bringen. mut