sid Der Urlaub ist vorüber. Bayern München beginnt mit der Vorbereitung auf die Champions League – und peilt das Triple an. Auch RB Leipzig legt los für die Königsklasse.

Nach zwei Wochen mit Sonnenbaden und Faulenzen beginnt für die Profis von Bayern München und RB Leipzig wieder der Ernst des Alltags. Beide Bundesliga-Klubs starten mit Beginn der Woche in die Vorbereitung auf die Champions League, in der zumindest dem FC Bayern eine große Chance auf den Titel eingeräumt wird.

Er freue sich, die Mannschaft nach dem Urlaub auf das nächste Ziel vorzubereiten – „das ist natürlich das Finale der Champions League“, sagte Trainer Hansi Flick und sprach das große Ziel direkt an. Nach der souveränen Rückrunde mit dem Gewinn des Doubles wird den Münchnern der große Wurf durchaus zugetraut.

Die Münchner selbst haben auch kein Problem mit der Favoritenrolle. „Wir haben noch einen dritten Pokal, in dem wir natürlich auch große Ziele haben“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Double-­Gewinn gesagt und die Erwartungen auf das erste Triple seit 2013 deutlich erhöht.

Am Montag standen die ersten Corona-Tests auf dem Programm, für Dienstag ist eine erste Einheit Cybertraining vorgesehen. Dann stoßen auch die Neuzugänge Leroy Sané, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel zum Team. Offensivmann Sané hatte bereits in der vergangenen Woche mit dem wiedergenesenen Innenverteidiger Niklas Süle an der Säbener Straße trainiert.

Gut zwei Wochen hat der Rekordmeister noch Zeit, um sich für das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea in der Allianz-Arena am 8. August in Form zu bringen. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel scheint das Weiterkommen nur Formsache zu sein.

Sollten sich die Bayern für die Finalrunde in Lissabon qualifizieren, treffen sie am 14. August in der Hauptstadt Portugals im Viertelfinale auf den Sieger des Duells zwischen dem SSC Neapel und dem FC Barcelona (1:1), im Halbfinale (19.8.) wäre Manchester City mit Ex-Trainer Pep Guardiola ein möglicher Gegner.

Pause war sehr kurz

So weit denkt RB Leipzig noch nicht. Die Sachsen konzentrieren sich ganz auf das Viertelfinale, für das sie den schweren Brocken Atletico Madrid zugelost bekamen. Leipzig hatte sich schon vor der Corona-Pause erstmals in der Klubgeschichte für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Die Leipziger setzen in den ersten Tagen zunächst auf sportmedizinische Untersuchen. Für Mittwoch ist das erste Mannschaftstraining vorgesehen. Bis zum Ligastart im September soll es übrigens kein Trainingslager geben, auch wegen Corona bleibt man lieber zu Hause.

In den ersten Trainingstagen noch nicht dabei sein wird Neuzugang Hee-Chan Hwang. Der Südkoreaner, der für 15 Millionen Euro von Red Bull Salzburg kam, muss sich laut rblive noch um Formalitäten kümmern. Der Angreifer muss offenbar dafür sorgen, dass er nicht zum Militär eingezogen wird.

Neben Hwang holte RB noch Flügelspieler Benjamin Henrichs vom AS Monaco. Beide Neuzugänge sind aber für die Champions League noch nicht spielberechtigt. In der Königsklasse dabei sind Angelino (Manchester City) und Patrik Schick (AS Rom), deren Leihen bis Ende August verlängert wurden.

Bei RB hofft man, dass die Erholungszeit lang genug war. „Wir stehen vor einem extrem eng getakteten Jahr, insofern war die Pause schon kurz“, sagte Sportdirektor Markus Krösche im kicker: „Das war auch der Grund, weshalb wir die Spieler gleich nach dem Abpfiff in Augsburg in den Urlaub geschickt haben.“ sid

Profis: Lewandowski bester Feldspieler

Torschützenkönig Robert Lewandowski vom deutschen Meister Bayern München ist von seinen Kollegen in der Fußball-Bundesliga zum besten Feldspieler gewählt worden. 42,6 Prozent der 270 teilnehmenden Profis stimmten in einer kicker-Umfrage für den polnischen Stürmer. Zuletzt war Lewandowski bei der Wahl der Spielergewerkschaft VDV bereits zum besten Spieler der Saison gekürt worden.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten Jadon Sancho (14,1) von Borussia Dortmund und Lewandowskis Teamkollege Joshua Kimmich (12,2).

Der 28 Jahre alte Rio-Weltmeister Götze ist für die Kollegen der Absteiger der Saison. In der kicker-Umfrage stimmten 30 Prozent der 270 teilnehmenden Profis für den ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund, dessen Zukunft nach dem Vertragsende beim BVB noch offen ist.