Nach dem nächsten Topstart der Bayern auf ihrer Lieblingsbühne Champions League drehte sich bei den Münchnern alles um zwei Personalthemen: Edelkicker Leroy Sané – und Robert Lewandowski. Im rund 1000 Kilometer von Mailand gelegenen Camp Nou von Barcelona traf der Weltfußballer am ersten Spieltag der Gruppe C beim 5:1 von Barça gegen Viktoria Pilsen dreimal. Aber das reife 2:0 (1:0) der Münchner Auftaktspezialisten gegen Inter Mailand besaß größere Aussagekraft.

 „Absolut freuen wir uns auf das Duell, nicht nur wegen Robert“, sagte Thomas Müller: „Nach dem Start ist das ein Gipfeltreffen in der Gruppe.“ Müller wird am kommenden Dienstag 33 Jahre alt und hat keine Lust, dass Lewandowski beim großen Wiedersehensfest an seinem Geburtstag in der Allianz Arena den Partyschreck spielt. Gegen Inter übernahm Nationalspieler Sané den Job des Unterschiedsspielers, den jahrelang Lewandowski im Münchner Ensemble ausgeübt hatte. Der 26-Jährige imponierte mit Spielfreude, Tempo, Ballgefühl. Brillant waren Sanés Ballannahme und Mitnahme beim 1:0 nach einem Zuckerpass von Joshua Kimmich.

Die Bayern feierten ihren 19. Auftaktsieg in Folge. Dazu sind sie seit nunmehr 29 Gruppenspielen ungeschlagen. „Ich denke, es ist allen bewusst, dass man mit uns rechnen muss“, sagte Goretzka. Diese Erfahrung sollen auch Dauerrivale FC Barcelona und Lewandowski nächste Woche machen.

Bayer-Coach unter Druck

Der erste Auftritt in der Champions League lief für Eintracht Frankfurt nicht nach Wunsch. Trotz der 0:3-Niederlage gegen Sporting Lissabon glauben die Hessen aber an ihre Konkurrenzfähigkeit. „Wir nehmen den Kopf hoch und weiter geht’s. Das Ergebnis darf uns nicht zermürben“, sagte Trainer Oliver Glasner. Da waren die Gäste abgezockter, weshalb die Eintracht am Ende mit leeren Händen da stand. Und Mittelfeldspieler Djibril Sow räumte ein: „Wir hatten viele Situationen, in denen wir die falsche Entscheidung getroffen haben.“ Das gilt es im Gastspiel bei Olympique Marseille am Dienstag besser zu machen.

Bayer Leverkusen haderte nach dem 0:1 beim FC Brügge mit dem Spielverlauf. „Das Spielglück war heute nicht auf unserer Seite“, sagte Trainer Gerardo Seoane. „Wir müssen daran arbeiten, das Glück zu erzwingen“, erklärte Sportchef Simon Rolfes. Das einzige Tor resultierte aus einem halben Eigentor, während die Werkself einen Pfostenschuss und zwei wegen Abseits aberkannte Tore verbuchte. Das Spiel hätte also auch durchaus andersherum enden können.

Die Leverkusener Bilanz ist mit sechs Niederlagen in sieben Pflichtspielen niederschmetternd. Trainer Seoane muss sich aktuell wohl noch nicht ernsthaft um seinen Job sorgen. Alle entsprechenden Nachfragen kommentierte Rolfes mit einem stoischen „Nein“. dpa/mut

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herbe Niederlage musste der FC Liverpool zum Auftakt der Champions-League einstecken. Mit 1:4 verloren die Reds beim SSC Neapel. „Wir spielen nicht gut genug, jeder sieht es", sagte Trainer Jürgen Klopp. Es sei seine Aufgabe, Lösungen zu finden.