Premiere für Torwart Alexander Nübel und die vier Last-Minute-Transfers, Pause für die hoch belasteten Nationalspieler: Bayern München wird sein Erstrundenspiel im DFB-Pokal an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/Sport 1 und Sky) gegen Fünftligist 1. FC Düren mit einer 1b-Mannschaft bestreiten. „Die Nationalspieler, die gespielt haben, werden nicht spielen“, sagte Trainer Hansi Flick. Niklas Süle, der beim 3:3 gegen die Schweiz nicht im Einsatz war, sei dagegen „eine Option“. Die vier Zugänge Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca und Bouna Sarr „werden zum Einsatz kommen. Das ist eine Chance, sich zu zeigen“, meinte Flick.

Auf die Frage, wie Kapitän Manuel Neuer das Debüt von Torwart Nübel finde, entgegnete Flick: „Ich denke, Manu hat Verständnis, dass wir Alex Nübel spielen lassen.“ Ansonsten setzt der Erfolgscoach auf die Triple-Helden Thomas Müller, Jérôme Boateng und Alphonso Davies sowie Javi Martinez. Er habe dem Quartett zuletzt bewusst freigegeben, „um runterzufahren. Ich erwarte, dass sie besonders die Akkus aufgeladen haben.“ Flick betonte, er nehme Düren „sehr ernst. Ob das Barcelona ist, Dortmund oder Bielefeld – wir haben auch da den nötigen Respekt“.

600 Kilometer im Bus

Die Dürener, die für den 600-Kilometer-Trip zum wegen der Corona-Pandemie nach München verlegten Spiel von einem Bayern-Sponsor einen Mannschaftsbus im Klub-Design zur Verfügung gestellt bekamen, verfolgen als designierter Sparringspartner mindestens ein großes Ziel. „Wir wollen auf jeden Fall besser abschneiden als Schalke 04 oder Barcelona“, sagte Ruhrig.

Barça ging im Viertelfinale der Königsklasse mit 2:8 unter, Schalke zum Bundesliga-Start gar mit 0:8. Allein Dürens Neuzugang Adam Matuschyk gewann einst sogar einmal gegen die Bayern: Mit dem 1. FC Köln gab es im Februar 2011 ein 3:2. dpa/sid