DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Politik zur Mithilfe bei der Bewältigung der Energiekrise im Sport aufgefordert. „Die zu erwartenden Preissteigerungen im Energiebereich werden uns alle über Umlagen treffen. Schlimmstenfalls werden die Plätze komplett geschlossen. Wir müssen jetzt deutlich machen: Die Corona-Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen“, sagte der 61-Jährige bei der Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Mittwoch in Dortmund aus Sorge vor einem neuerlichen Lockdown im Sport. „Die Sportstätten müssen geöffnet bleiben. Wir können nicht schon wieder Kinder und Jugendliche von den Plätzen fernhalten. Die entstehenden Mehrkosten müssen von Bund und den Ländern finanziert werden. Wir brauchen ein Entlastungspaket Sport“, sagte Neuendorf. Der DFB-Präsident hat wegen der Energiekrise die Bundesregierung kontaktiert und wird in der kommenden Woche auch das Bundeskanzleramt besuchen. Er soll nächsten Dienstag mit Wolfgang Schmidt, Bundesminister für besondere Aufgaben, im Kanzleramt sprechen. Außerdem hat er einen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Innenministerin Nancy Faeser (SPD) verfasst.

Hans-Joachim Watzke, 63, bleibt derweil wie erwartet Aufsichtsratsvorsitzender der DFL. Der als einziger Kandidat angetretene Geschäftsführer des Bundesligisten Borussia Dortmund wurde jetzt in Dortmund mit 35 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung in seinem Amt bestätigt. Gewählt wurde er zum 1. Stellvertretenden Sprecher des DFL-Präsidiums, der qua Satzung auch dem Aufsichtsrat der DFL GmbH vorsteht.

Hellmann löst Wehrle ab

„Ich werde versuchen, in den drei Jahren mit meinen Kollegen zusammen das Beste für die Liga zu geben“, sagte Watzke. Darüber hinaus wählten die 36 Profivereine die weiteren Vertreter des insgesamt neunköpfigen Präsidiums, in dem Donata Hopfen als Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung und ein Prokurist der DFL GmbH ihren festen Sitz haben. Neu ins Präsidium gewählt von den Bundesligisten wurde Axel Hellmann. Der Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt löst den Stuttgarter Alexander Wehrle ab, der jüngst zum Aufsichtsratschef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erkoren wurde. Neu von den Zweitligisten gewählt: Holger Schwiewagner (Greuther Fürth).

Im Dortmunder Goldsaal, wo die Versammlung stattfand, war vor 60 Jahren die Bundesliga gegründet worden. dpa