Unter strengen Hygieneauflagen hat Bundestrainer Joachim Löw die Vorbereitung auf die Spiele der Nations League gegen Spanien am Donnerstag in Stuttgart (20.45 Uhr/ZDF) und am Sonntag in Basel gegen die Schweiz (20.45 Uhr/ARD) aufgenommen. Alle 22 Spieler des Kaders trafen am Montag im Teamhotel in Stuttgart ein. Sie mussten sich wie Löw einem Corona-Test unterziehen. Nur mit negativem Resultat war die Teilnahme am Training erlaubt.

Für die DFB-Auswahl endet eine Rekordpause von fast zehn Monaten ohne Länderspiel. „Sie können sich alle vorstellen, dass wir uns unglaublich freuen, dass auch wir wieder eingreifen können“, sagte Löw. Das letzte Länderspiel bestritt die DFB-Elf am 19. November 2019 beim 6:1 in der EM-Qualifikation gegen Nordirland. Alle dann geplanten Partien fielen wegen der Corona-Pandemie aus. Die EM wurde in den Sommer 2021 verschoben.

Im schwarzen Rolli und mit weißer Corona-Maske marschierte Löw direkt ins Teamhotel in Degerloch. Polizei patrouillierte in den engen Straßen. Riesige grüne Planen versperrten von der Waldseite den Blick aufs DFB-Quartier. Wo sich sonst Autogrammjäger am Hoteleingang drängen, verfolgte diesmal rund ein Dutzend Fans die Ankunft der Nationalspieler mit gehörigem Sicherheitsabstand.

Auf dem Trainingsplatz fehlten einige bekannte Gesichter. Löw nominierte die vier Münchner Champions-League-Sieger Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry nicht. Auch die Leipziger Königsklassen-Halbfinalisten Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg bekommen eine Pause. „Da müssen wir einfach vorausschauend denken. An der EM 2021 werden wir alle gemessen“, begründete Löw den freiwilligen Verzicht auf die Stammkräfte. Erstmals nach ihren Kreuzbandrissen wieder im Aufgebot sind hingegen die Münchner Leroy Sané und Niklas Süle. Vor ihrem Debüt im Nationaltrikot stehen Hoffenheims Torwart Oliver Baumann, der Gladbacher Florian Neuhaus und Robin Gosens von Atalanta Bergamo. dpa