Selbstzweifel perlen an Cristiano Ronaldo einfach ab. Auch nach zwei kläglich vergebenen Torchancen nach gerade mal 80 Sekunden zog Portugals Superstar bei der EM-Generalprobe gegen Israel seine gewohnte Freistoß-Show ab – und drosch den Ball meilenweit am Tor vorbei in den Lissaboner Nachthimmel.

Glück für den Europameister, dass Ronaldo vier Minuten später dank der gütigen Mithilfe von Israels Torhüter Ofir Marciano doch noch sein Tor (44.) erzielte beim lockeren 4:0-Sieg. Sonst hätte die im Team ungewollte Debatte, ob Deutschlands zweiter Gruppengegner ohne den fünfmaligen Weltfußballer vielleicht sogar besser wäre, wohl an Fahrt aufgenommen. Denn die drei anderen Treffer, bei denen Ronaldo seine Füße nicht im Spiel hatte, waren entweder wunderschön herausgespielt wie das 1:0 durch Bruno Fernandes (42.) – oder herausragende Einzelaktionen wie bei den Toren von Joao Cancelo (86.) und erneut Fernandes (90.+1). Das letzte Testspiel vor dem EM-Start am Dienstag in Budapest gegen Ungarn bewies klar: Portugal ist mehr als nur Ronaldo, hat Topspieler wie Fernandes (Manchester United), Bernardo Silva (Manchester City), Joao Felix (Atletico Madrid), Diogo Jota (Liverpool) oder Andre Silva (Eintracht Frankfurt). sid